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Lokales Uwe Wiese schließt Italienisches Dörfchen
Dresden Lokales Uwe Wiese schließt Italienisches Dörfchen
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11:55 08.01.2019
Ende Januar schließt das Italienische Dörfchen. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die historische Gaststätte „Italienisches Dörfchen“ am Theaterplatz, errichtet 1911 bis 1913, zählt mit ihren verschieden gestalteten Räumen zu Dresdens schönsten und bekanntesten Restaurants. Nach 25 Jahren wirft nun Gaststättenchef Uwe Wiese hin und schließt das Haus Ende Januar.

Der Grund: Die beiden Mitgesellschafter aus der Nähe von Hamburg seien über 80 Jahre alt und scheiden aus Altersgründen aus. Deren Kinder wollen zwar das Haus weiter vermieten, aber nicht in der Betreibergesellschaft mitwirken. „Und ich möchte mir mit 65 Jahren nicht noch mal neue Gesellschafter suchen und Kredite aufnehmen“, so Wiese. Zumal die Situation in der Gastronomie allgemein und für das Italienische Dörfchen durch die Brückenbauarbeiten nebenan insbesondere sehr schwierig sei.

Wehmut schwingt mit

„Ja, ich habe mir mein Ende hier ein bisschen anders vorgestellt“, sagt der Wirt. Und Wehmut schwingt in seinen Worten mit. Denn am Italienischen Dörfchen, in dem schon viele hochrangige Politiker und andere Prominente speisten, hängt sein Herz.

Gewirkt hat der bekannte Gastronom im Laufe seines beruflichen Lebens allerdings noch an anderen Orten. So betrieb Uwe Wiese zum Beispiel 20 Jahre lang die Gaststätte in der Semperoper. Er ist Gründungsmitglied des Semperopernballvereins und war sechs Jahre lang für die Bewirtung der Gäste des Balles zuständig.

Neuer Pächter übernimmt zum 1. Februar

Doch wie geht es nun weiter? Für seine Mitarbeiter, zu denen auch die beiden Töchter von Uwe Wiese zählen, komme das Ende nicht überraschend, sagt der Chef. „Wir arbeiten schon seit einem Jahr an der Übergabe an einen neuen Betreiber. Alle Mitarbeiter haben längst was Neues, einige habe ich selbst vermittelt.“

Der neue Pächter übernehme das Italienische Dörfchen zum 1. Februar. Doch ob ein nahtloser Übergang erfolgt und man an diesem Tag schon wieder einkehren kann, oder ob es doch erst mal eine Schließzeit gibt, vermag Uwe Wiese nicht zu sagen.

Essen gehen kann man bei ihm im Italienischen Dörfchen das letzte Mal am 27. Januar von 11 bis 24 Uhr. Die letzte der beliebten Tanzveranstaltungen mit der Wilfried Peetz Band und Sängerin Andrea findet am 26. Januar statt. Der Tanzabend, den Wiese einmal monatlich durchführt, sei mit 120 bis 140 Gästen immer gut besucht. „Er ist ein Selbstläufer.“

Offene Zukunft für Uwe Wiese

Weil der neue Betreiber besagte Tanzabende nicht weiterführen wolle, kümmert sich Uwe Wiese gerade um einen anderen Veranstalter in der Innenstadt. „Unser Ziel ist, den Gästen am 26. Januar schon verkünden zu können, wo der Tanzabend künftig stattfindet.“

Und was macht Uwe Wiese ab 1. Februar? „Bestimmt erst mal zwei Monate nichts und dann muss ich mal schauen. Es denken bestimmt alle, dass ich mein Geld reinhabe. Aber dem ist nicht so. Ich verhungere zwar nicht, aber ich habe in der Vergangenheit mit westdeutschen Partnern auch viele Fehler gemacht.“ Auf jeden Fall freue er sich darauf, an der Hotelfachschule zu unterrichten. Nachts hinterm Tresen stehen wolle er aber nicht mehr.

Von Catrin Steinbach

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