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Lokales Urteil: Angeklagter demoliert Tiefgarage und Bus
Dresden Lokales Urteil: Angeklagter demoliert Tiefgarage und Bus
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09:48 26.07.2019
Symbolbild Quelle: picture-alliance/ dpa
Dresden

Tim B. ist 31 Jahre alt, hat es aber schon auf stolze 19 Vorstrafen gebracht. Nichts Großes, vor allem Sachbeschädigungen, mal ein Diebstahl, dazu Drogendelikte. So kam er immer mit Geld- oder Bewährungsstrafen davon.

Am 13. Juli klickten dann allerdings die Handschellen. Er war zu einem Verhandlungstermin nicht erschienen, seine angegebene Adresse stimmte nicht und so gab es einen Haftbefehl.

Knapp 14 Tage saß Tim B. im Gefängnis. Und diese zwei Wochen haben ihn mehr beeindruckt als alle Urteile zuvor. „Es war die Hölle“, erklärte er am Donnerstag im Amtsgericht. Dort musste er sich wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, Sachbeschädigung und Betrug verantworten.

Im Januar 2018 hatte der Angeklagte, angetrunken aber nicht besoffen, in der Kaufland-Tiefgarage auf der Kohlenstraße einen sogenannten Polen-Böller gezündet und ihn mit einem süffisanten Grinsen auf die Frontscheibe eines Autos gelegt. In dem saßen drei Frauen, die panisch, aber rechtzeitig den Wagen verließen. Durch die Explosion, die in der Garage extrem laut war, wurde die Scheibe und der Rahmen des Autos demoliert – Schaden 1100 Euro. Warum er das getan hat, weiß Tim B. nicht mehr. „Irgendwas war mit denen, aber ich kann mich nicht erinnern.“

Erinnerungslücken hat er auch bei Anklagepunkt Nummer 2. Am 28. August war er mit einem Bus der Linie 62 nach Hause gefahren und am Rathaus Plauen ausgestiegen. Dann warf er urplötzlich eine Bierflasche in eine Seitenscheibe des Busses, die dabei zu Bruch ging. Schaden rund 1000 Euro. Glücklicherweise wurde kein Fahrgast verletzt. Warum er die Flasche warf, weiß er nicht. „Irgendwas hat mich geärgert, aber ich kann mich nicht erinnern, habe ich vergessen.“

Vergessen hat der Koch auch, und das in fünf Fällen, dem Jobcenter, zu melden, dass er eigentlich arbeitet. So ergaunerte er sich 4000 Euro, die ihm nicht zustanden. Berufsmäßig ist bei ihm jetzt alles geregelt. Tim K. muss ein richtig guter Koch sein. Sein Chef hat ein gutes Wort für ihn eingelegt und will ihn unbedingt weiter beschäftigen.

Der 31-Jährige wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten, für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, verurteilt. „Begehen Sie neue Straftaten, wird die Bewährung widerrufen und sie landen im Knast“, erklärte Richter Roland Wirlitsch. „Ich werde alles dafür tun, dass ich nie wieder in diese Hölle komme“, schwor Tim K.

Von Monika Löffler

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