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Lokales Unternehmen aus Dresden lobt Exportpreis aus
Dresden Lokales Unternehmen aus Dresden lobt Exportpreis aus
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16:17 17.12.2019
Agata Reichel-Tomczak und Markus Reichel sind die Gesellschafter der Dreberis GmbH. Quelle: Privat
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Dresden

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das 20-jährige Bestehen seiner Firma zu feiern. Man kann ein teures Lokal mieten und Geschäftspartner einladen. Oder eine Broschüre herausgeben. „Wir haben uns für einen anderen Weg entschieden“, sagt Agata Reichel-Tomczak, Gesellschafterin der Dreberis GmbH mit Sitz in Dresden. Das Beratungsunternehmen stiftet 3000 Euro für einen Preis.

Der „Exportpreis Junges Sachsen“ soll an ein junges, ehrgeiziges Unternehmen gehen, das in der Internationalisierung eine Chance sieht, gesund und schnell zu wachsen und mehr Kunden zu erreichen, so die Gesellschafterin, die Dreberis gemeinsam mit ihrem Mann Markus Reichel betreibt.

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Warum gerade ein Preis für Internationalisierung? „Dreberis“ steht für „Dresdner Beratung für internationale Strategien“. Seit 20 Jahren unterstützt Dreberis Unternehmen, auf internationalen Märkten Fuß zu fassen. „Wer nach Absatzmärkten im Ausland sucht, braucht vor allem Informationen“, erklärt Reichel-Tomczak. Etwa ein medizintechnisches Unternehmen, das seine Produkte exportieren will: In welchen Ländern können sich die Krankenhäuser die Angebote überhaupt leisten? Das wäre schon mal wichtigste Frage.

„Wir glauben an die Standorte Dresden und Sachsen“

„Manchmal raten wir Unternehmen auch ab“, so die Geschäftsfrau. Wenn es aber ein Potenzial für Exporte gebe, dann werde gemeinsam mit den Unternehmen eine Strategie erarbeitet. „Es gibt verschiedene Wege, wie man exportieren kann. In China beispielsweise muss man zwingend mit einem einheimischen Partner ein joint venture eingehen“, nennt Reichel-Tomczak ein Beispiel.

Nur acht Prozent der sächsischen Betriebe würden Waren im Ausland verkaufen. Der Versuch, sich neue Märkte zu erschließen, sei mühsam und bringe keine kurzfristigen Erfolge. „Aber es lohnt sich“, sagt Reichel-Tomczak. Mehr als 1400 Kunden habe das Dresdner Familienunternehmen Dreberis in den vergangenen 20 Jahren beraten.

Mit dem Exportpreis soll ein junges Unternehmen gewürdigt werden, das sich schon in den ersten fünf Jahren seines Bestehens internationalisiert hat. „Wir suchen Unternehmerpersönlichkeiten, die den Mut haben, über den eigenen Tellerrand zu schauen.“ Die Stifter des Preises hoffen auf ein spannendes Bewerberfeld und wollen ihre Privatinitiative die nächsten Jahre fortsetzen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. Januar 2020.

„Wir glauben an die Standorte Dresden und Sachsen. Je mehr sächsische Unternehmen verkaufen, umso besser geht es dem Freistaat.“ Dreberis beschäftigt an vier Standorten in Dresden, Polen, der Ukraine und der Schweiz inzwischen 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Auch bei uns sind ehrgeizige junge Menschen immer willkommen“, sagt Reichel-Tomczak.

Informationen zum Exportpreis: www.dreberis.com

Von Thomas Baumann-Hartwig