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Lokales Uniklinik und Stiftung "Kranke Neugeborene" stärken betroffene Eltern
Dresden Lokales Uniklinik und Stiftung "Kranke Neugeborene" stärken betroffene Eltern
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10:56 08.01.2016
Über die Icons lassen sich alle wichtigen Infos zur Gesundheit von Frühchen abrufen. Mit Grafiken können Eltern die Entwicklung des Kindes verfolgen.
Über die Icons lassen sich alle wichtigen Infos zur Gesundheit von Frühchen abrufen. Mit Grafiken können Eltern die Entwicklung des Kindes verfolgen. Quelle: PA
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Dresden

Im Auftrag des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus entwickelte die mehrfach ausgezeichnete Dresdner IT-Firma "akili:innovation" in enger Zusammenarbeit mit der "Deutschen Stiftung Kranke Neugeborene" (DSKN) ein elektronisches Tagebuch für Eltern von zu früh oder mit Krankheiten geborenen Kindern. Seit dem 1. Januar können die Eltern mit ihren Smartphones die Software "Neo-App#Tagebuch" nutzen.

Das Programm listet wichtige Daten wie Telefonnummern sowie einen Übersichtsplan der Stationen des Uniklinikums auf. Mit der App lassen sich lebenswichtige Daten über die Entwicklung des Kindes dokumentieren, auf die auch Ärzte anderer Krankenhäusern zugreifen können. Die digitale Tagebuchfunktion unterstützt die Eltern emotional in dieser schwierigen Lebensphase.

Der Einsatz von "Neo-App#Tagebuch" soll betroffenen Eltern einen Überblick über die Entwicklung ihres Kindes geben. Durch Grafiken sind die meist kleinen Schritte über längere Zeiträume gut nachzuvollziehen - Gewicht, Länge und die Trinkmenge des Kindes. Da Frühchen weniger deutlich als andere Babys ihre Bedürfnisse ausdrücken, sollen Eltern so lernen, ohne ständige Rücksprache mit Ärzten und Pflegekräften auf ihr Kind einzugehen. Sie gewinnen dadurch Sicherheit im Umgang mit ihrem Nachwuchs, was eine wertvolle Hilfe für betroffenen Familien darstellt.

Die Neugeborenenmedizin (Neonatologie) der Abteilung für Kinder und Jugendmedizin setzt damit einen weiteren Impuls bei der Entwicklung neuer Kommunikationsformen in der Betreuung von Frühchen oder krank geborenen Säuglingen. Die App kann vorläufig kostenlos genutzt werden. Die Betreiber suchen nach Sponsoren, damit Eltern finanziell nicht belasten werden müssen.

Informationen unter www.neo-app.de, die Android-Version ist im Google Play Store erhältlich, eine Version für Apples iOS folgt.

Paul Felix Michaelis

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