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Lokales Unermüdlich für die Natur im Einsatz
Dresden Lokales Unermüdlich für die Natur im Einsatz
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11:27 14.02.2019
Kerstin Richter von "Sachsen im Klimawandel" Quelle: Sachsen im Klimawandel/PR
Dresden

Kerstin Richter ist unermüdlich im Einsatz. „Meine Tage enden oft 6 Uhr früh und beginnen 8 Uhr wieder“, berichtet die Leiterin des Projekts „Sachsen im Klimawandel“. Die Diplom-Pharmazie-Ingenieurin organisiert fast im Alleingang Bildungsmodule für Schüler und Lehrer rund um das Thema Klimawandel. 95 Prozent der Veranstaltungen leitet sie selbst.

Sonderpreisträgerin Kerstin Richter (m) mit Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) und Lokale Agenda-Vorstandsmitglied Jan Klemmer Quelle: Volker Bellmann/PR

11.390 Bäume für die Dresdner Heide

Begonnen hat alles am 9. Januar 2009. „Das erste Seminar war eine Katastrophe“, erinnert sich Kerstin Richter. Alle weiteren Bildungsmodule aber hat die Powerfrau im Griff. „Die Schüler sind in der Regel hochgradig aufmerksam“, berichtet sie, erkennt aber auch deutliche Defizite: „Mich bewegt seit der Projektgründung ein kaum stattfindendes Hinterfragen von Prozessen auf dieser Welt, eine kaum vorhandene tagespolitische Informiertheit der Schüler. Vor allem ängstigt mich eine kaum vorhandene Empathie für Fauna und Flora, für marine Ökosysteme, die letzte Wildnis der Erde.“

Ihr Herzensprojekt ist es, Schüler (und auch Lehrer) aufzurütteln. „Sachsen im Klimawandel“, angesiedelt unter dem Dach des „Haus der Kongresse für Umwelt – Bau – Verkehr Dresden e. V.“ bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten. Da wären zum Beispiel drei verschiedenen Klimawandelseminare für Oberschulen und Gymnasien – 351 Veranstaltungen hat Kerstin Richter seit Projektbeginn gehalten. Oder Aufforstungsaktionen, die in Kooperation mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst stattfinden. So pflanzten Oberschüler in den Fichtenwäldern der Dresdner Heide 11.390 standortangepasste Laubbäume zur ökologischen Stabilisierung. Allerdings: „Sie werden im vergangenen Hitzesommer wohl alle vertrocknet sein.“

Arbeit unter erschwerten Bedingungen

Kerstin Richter geht mit Schülern raus in die Natur. Quelle: Sachsen im Klimawandel/PR

Kerstin Richter geht mit Schülern in die Dresdner Heide oder auf die Bühlauer Wiese, um dort lebende Tier- und Pflanzenarten zu erkunden. Als staatlich zertifizierte Waldpädagogin und Natur- und Landschaftsführerin bietet sie in ihrem Projekt auch Natur- und Landschaftswanderungen, zum Beispiel entlang der Muldenaue in Nossen für das dortige Geschwister-Scholl-Gymnasium. In Kooperation mit der Sächsischen Bildungsagentur informiert die Projektleiterin Biologie- und Geografielehrer in Fortbildungen über die neuesten Entwicklungen in Sachen Erderwärmung und deren Folgen.

Unterstützt wird sie unregelmäßig von Fachreferenten. Helfer und Referenten fest einzustellen ist unmöglich. „Klimawandel in Sachsen“ erhält seit Beginn keine Fördermittel für Sachleistungen und seit Oktober 2013 auch keine weitere Unterstützung für Personalkosten. Die ideelle Unterstützung hingegen ist breit.

Im vergangenen Jahr erhielt Richter den extra eingerichteten „Sonderpreis für herausragendes Engagement im Sinne der nachhaltigen Entwicklung“ beim 19. Agenda-Wettbewerb der Lokalen Agenda 21 für Dresden erhalten. „Kerstin Richter organisiert dieses Projekt in erheblicher Eigenleistung und mit sehr viel persönlichem Engagement. Der Sonderpreis wurde daher von der Jury spontan als eine besondere Wertschätzung dieses Engagements gewünscht“, begründete Julia Leuterer, Geschäftsführerin der Lokalen Agenda, die ungeplante Entscheidung.

Dieser nicht dotierte Sonderpreis reiht sich ein in eine Serie anerkennender Auszeichnungen, die Kerstin Richter als Sprachrohr begreift: „Der Preis weist die Dresdner Bürgerschaft und die darüber hinaus gehende Öffentlichkeit einmal mehr darauf hin, dass ein Mensch, geleitet von einer tiefen Wertschätzung und Verehrung der Fauna und Flora dieser einzigartigen Erde ohne offizielle Förderung vermag, ein enorm umfangreiches Arbeitspensum unter Extrembedingungen qualitativ und quantitativ hochwertig zu absolvieren.“

www.sachsen-im-klimawandel.de

www.la-dresden.de

Von Franziska Kästner

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