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Lokales Und ewig glänzt der Baum in Dresden
Dresden Lokales Und ewig glänzt der Baum in Dresden
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13:37 30.01.2019
Ein Weihnachtsbaum auf einem Baukran nahe der Kreuzkirche. Hier gilt offenbar noch der gute alte Brauch, dass Weihnachten erst 40 Tage nach dem Heiligen Abend endet. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Gehören Sie auch zu denen, die allerspätestens am 6. Januar alle Weihnachtsutensilien in Schrank und Keller verbannen und den abgeputzten Baum vorbildlich und mit leiser Wehmut an einer der Sammelstellen entsorgen? Das könnte etwas voreilig gewesen sein, zumindest, wenn man es mit der Religion genauer nimmt. Denn gemäß alter kirchlicher Tradition endet die Weihnachtszeit erst 40 Tage nach Heilig Abend – also am 2. Februar. Auf diesen Tag fällt – je nach Auslegung – der Tag der „Darstellung des Herrn“ beziehungsweise „Maria Lichtmess“.

Erst danach durfte früher der Christbaum aus dem Wohnzimmer fliegen. Kirchen halten sich bis heute daran – und wie man sieht: etliche der Dresdner Baukräne im Stadtzentrum auch.

Mariä Lichtmess wurde früher auch „Mariä Reinigung” genannt und erinnert an den jüdischen Brauch, nachdem eine Mutter 40 Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein galt. Erst dann durfte sie den Tempel wieder betreten und hatte ein Reinigungsopfer zu erbringen. Vor gut 2000 Jahren also pilgerte Maria in den Tempel, um vor Gott ihren Sohn Jesus zu präsentieren. Das fasst die Kirche unter „Darstellung des Herrn“.

Wer sich also bereits kopfschüttelnd durch die Stadt bewegt hat, weil den einem oder anderem Wohn- oder Kirchenraum noch weihnachtlicher Glanz von erschlafften Christbäumen entsteigt – keine Sorge: Da ist alles im grünen Bereich...

Von Barbara Stock

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