Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Umweltamt zieht Bilanz: So wechselhaft war der Dresdner Frühling
Dresden Lokales Umweltamt zieht Bilanz: So wechselhaft war der Dresdner Frühling
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:43 09.06.2019
Eine dunkle Wolkenfront nähert sich Dionysos und Ariadne auf der bronzenen Panther-Quadriga über dem Eingang der Semperoper in Dresden (Symbolbild).
Eine dunkle Wolkenfront nähert sich Dionysos und Ariadne auf der bronzenen Panther-Quadriga über dem Eingang der Semperoper in Dresden (Symbolbild). Quelle: ZB
Anzeige
Dresden

Das Adjektiv abwechslungsreich beschreibt den diesjährigen Frühling in Dresden mit Blick auf die Witterung treffend. Auf einen außergewöhnlich stürmischen März folgte ein milder April, bevor die Temperaturen im Mai wieder deutlich sanken. „In heutigen Zeiten ist es schon eine Ausnahme, keine Rekordmeldungen aus dem Witterungsrückblick verkünden zu können“, bilanziert Franziska Reinfried, Meteorologin im Dresdner Umweltamt.

Bereits der Frühlingsbeginn im März sorgte für ein historisch außergewöhnlich stürmisches Wetter. Ganz Deutschland kämpfte mit den Sturmtiefs Bennet, Dragi und Eberhardt. In Dresden kam es dabei glücklicherweise zu keinen größeren Schäden. Ein Blick auf die Statistik der vergangenen Jahrzehnte zeigt, dass der diesjährige März damit den dritten Rang in der Sturm-Windbilanz seit 1961 erobert.

Von seiner besten Seite präsentierte sich der Frühling dieses Jahr im April: Hoch Jana und Hoch Katharina waren verantwortlich für sehr stabile, trockene und milde Frühlingstage mit einem sonnigen Osterfest bei Temperaturen über 20 Grad. Wenig Regen und viel Sonne sorgten insgesamt für einen überdurchschnittlich angenehmen April.

Sonnenanbeter und Liebhaber hoher Temperaturen verloren ihre Freude jedoch schnell wieder. Mit einem kräftigen Kaltlufteinbruch zu Beginn des Monats nahm der Mai die Eisheiligen beim Wort. Die nächtlichen Temperaturen fielen zeitweise fast bis auf den Gefrierpunkt.

Insgesamt waren die drei Frühlingsmonate mit 1,6 Grad über dem Klimareferenzwert zu warm, mit 80 Prozent der Niederschlagsmenge zu trocken und 18 Prozent sonniger im Vergleich zum Referenzzeitraum 1961 bis 1990, fasst Stadtmeteorologin Franziska Reinfried zusammen.

Von Aaron Wörz