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Lokales Ulme, Zierapfel, Baumhasel und Eschenahorn für den Trinitatisfriedhof Dresden
Dresden Lokales Ulme, Zierapfel, Baumhasel und Eschenahorn für den Trinitatisfriedhof Dresden
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10:06 15.11.2019
Der Dresdner Fielmann-Niederlassungsleiter Dirk Müller (links), Friedhofsleiter Michael Jurich und Friedhofsverwalterin Beatrice Teichmann pflanzen auf dem Trinitatisfriedhof einen Escheahornbaum. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Eine grüne Lunge in Dresden-Johannstadt wird noch grüner. Der evangelische Trinitatisfriedhof bekommt 16 neue Bäume. Sie ersetzen einige jener alten Bäume, die die letzten beiden trockenen Sommer nicht überstanden.

Die Neupflanzungen mit fünf Zentimeter dicken Stämmen – darunter Ulmen, Zieräpfel, Baumhasel und Eschenahorn – sind eine Spende von Fielmann, Europas umsatzstärkster Optikerkette. Deshalb griff am Donnerstag neben Friedhofsverwalterin Beatrice Teichmann und Friedhofsleiter Michael Jurich auch Dirk Müller, Leiter der Dresdner Fielmann-Niederlassung, symbolisch zu Spaten und Gießkanne, um die ersten Bäume zu setzen. Gedacht seien sie vor allem für nachkommende Generationen, die daran, so hoffe er, Freude haben werden, sagte Müller.

Dresdens erster nicht sakraler kultbezogener Bestattungsort

Der evangelische Trinitatisfriedhof, benannt nach der Dreieinheit (Trinität) von Gott Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiligem Geist, entstand 1814/1815 aus der Not heraus: Nach den vielen Toten bei Gefechten mit Napoleons Truppen starben Hunderte an Typhus.

Hofbaumeister Gottlob Friedrich Thormeyer legte den Bestattungsort auf einem ehemaligen Exerzierplatz an – und zwar nach einem neuen Konzept: als Dresdens ersten nicht sakralen kultbezogenen Bestattungsort, nach hygienischen, zweckmäßigen und dennoch ästhetischen Aspekten. Auf diese Weise schuf den ersten „reformierten“ Friedhof in der Stadt.

Carl Gustav Carus und Caspar David Friedrich hier begraben

Er gilt als historisch bedeutsamer Begräbnisort des Dresdner Bildungsbürgertums. Ihre letzte Ruhestätte fanden hier berühmte Persönlichkeiten wie der Bildhauer Ernst Rietschel (1804-1861), der Arzt, Schriftsteller und Maler Carl Gustav Carus (1789-1869), Friedrich Wieck (1785-1873), der Schwiegervater des Komponisten Robert Schumann, und einer der berühmtesten und eigenwilligsten Maler der Romantik, Caspar David Friedrich (1774-1840).

Auch das Grab von Johann Christoph Arnold (1763-1847) findet man dort, des Verlegers von Kleist und Tieck, der den Künstler Adrian Ludwig Richter förderte. Friedrich Anton Serre (1789-1864) ist dort bestattet. Er sorgte dafür, dass in den Wäldern oberhalb des Müglitztales nahe Maxen ein seltsam anmutender Pavillon steht, im Volksmund „Blaues Häusel“ genannt, bis heute das einzige Gebäude in indonesischer Bauart in Europa.

Verwaltet wird der Friedhof zusammen mit dem stillgelegten Elias- und dem Johannisfriedhof. Die alte, graubraune Aufbahrungshalle wird kaum noch benutzt. Deshalb plant die Verwaltung, sie in ein modernes Besucherzentrum umbauen zu lassen. Die Arbeiten dafür sollen im Frühjahr 2020 beginnen und im Herbst 2020 abgeschlossen sein.

Von Tomas Gärtner

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