Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Ulbig besucht Zeltunterkunft in Dresden – Feste Unterkünfte für alle Flüchtlinge in Sachsen geplant
Dresden Lokales Ulbig besucht Zeltunterkunft in Dresden – Feste Unterkünfte für alle Flüchtlinge in Sachsen geplant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:42 09.09.2015
Markus Ulbig (CDU) gibt nach dem Besuch der Zelt-Notunterkunft für Flüchtlinge in Dresden ein Statement vor dem Gebäude des Deutschen Roten Kreuzes. Quelle: dpa
Anzeige

Die Menschen brauchen ein festes Dach über dem Kopf“, sagte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Montag nach einem Besuch der Zelt-Notunterkunft auf der Bremer Straßen in Dresden.

Der Vorsitzende des Landtagsinnenausschusses, Mario Pecher (SPD), und CDU-Innenexperte Christian Hartmann begleiteten Ulbig, der allen freiwilligen Helfern großen Dank aussprach „Die Menschen, die das Lager in so kurzer Zeit aufgebaut haben, haben Großes geleistet. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten ist jeden Tag Bewegung im Camp und Verbesserungen werden eingeführt.“ In dieser Woche sollen Flüchtlinge in die TU-Sporthallen auf der Nöthnitzer Straße einziehen, der genaue Tag ist jedoch nicht bekannt.

Anzeige

Der Minister betonte außerdem die Notwendigkeit einer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Dresden. „Es müssen Container aufgestellt werden, damit die Untersuchungen vor Ort durchgeführt werden können und die Asylbewerber nicht nach Chemnitz pendeln müssen.“ Weiterhin sprach sich Ulbig für schnellere Asylverfahren aus. Von dem Vorschlag, noch mehr Flüchtlinge in den Osten Deutschlands zu schicken, hält der Innenminister jedoch nichts. Es brauche nicht noch einmal eine Verteildiskussion, Deutschland müsse diese Aufgabe gemeinsam schultern. Eine der nächsten Hauptaufgaben soll es sein, neben freiwilligen Helfern auch feste Mitarbeitsstrukturen im Zeltlager einzurichten.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat die Politik aufgefordert, den nach Deutschland geflüchteten Menschen feste  Wohnungen zur Verfügung zu stellen. „Die Zeltstädte sind eine absolute Notlösung - für einen zeitlich sehr begrenzten Zeitraum“, sagte DRK-Sprecher Dieter Schütz am Montag. „Wir appellieren an die deutschen Behörden, für feste Wohnunterkünfte zu sorgen.“ Spätestens wenn es im Oktober kalt werde, funktionierten Zeltstädte aus Witterungsgründen nicht mehr. Das DRK betreut nach eigenen Angaben derzeit bundesweit 10 800 Menschen in 42 festen Notunterkünften und 4300 Menschen in 7 Zeltcamps.

dpa/wt

Anzeige