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Lokales Üble Masche mit falschen Polizisten
Dresden Lokales Üble Masche mit falschen Polizisten
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13:52 11.05.2019
Modellhafte Nachbildung der Göttin Justitia. Seit Freitag wird am Landgericht gegen einen mutmaßlichen Betrüger verhandelt (Symbolbild). Quelle: Volker Hartmann/dpa
Dresden

Wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges muss sich seit Freitag Velit D. vor dem Landgericht verantworten. Der Türke soll zu einer Bande gehören, die mit üblen Tricks Senioren, vor allem ältere Damen, um hohe Summen geprellt hat. Die Betrüger telefonieren von türkischen Call­centern aus quer durch Deutschland, geben sich als Kommissare des Bundeskriminalamtes oder von Interpol aus und tischen ihren Opfern Lügengeschichten auf: Deren Geld sei auf der Bank nicht mehr sicher, da Gauner gemeinsam mit Bankmitarbeitern die Konten plündern wollen – oder Ermittlungen hätten ergeben, dass bei ihnen bald eingebrochen wird.

Sie sollen doch ihr Geld bei der Bank abheben und es gemeinsam mit anderen Wertsachen der Polizei übergeben, da sei es sicher. Man werde einen Beamten vorbeischicken, der es abholt. Sie dürften aber mit niemanden darüber sprechen, da die Polizei „geheim“ ermittle.

So absurd die Geschichten auch klingen, viele ältere Leute glaubten sie und übergaben aus Angst um ihr Geld enorme Summen an falsche Polizisten – eine alte Dame in Köln büßte so 420 000 Euro ein. Eine Dresdnerin übergab 19 000 Euro, eine Radebeulerin 200 000 Euro. Die 82-Jährige fuhr auf Anweisung von „Oberkommissar König“ sogar nachts mit Goldbarren im Wert von rund 175 000 Euro im Taxi nach Berlin und legte die an einer Tankstelle unter ein Auto.

Velit D. soll unter anderem auch jener „Oberkommissar König“ gewesen sein. In sieben Fällen, so die Anklage, habe er Rentner um fast eine Million Euro geprellt. In zehn Fällen blieb die Sache im Versuch stecken, zum Beispiel bei Senioren auf der Dürerstraße oder der Hans-Dankner Straße in Dresden.

Als Mitglieder der Bande, darunter ein Bruder von Velit D., verhaftet wurden, geriet auch er ins Visier der Ermittler. Einer der Festgenommenen hatte ausgesagt, dass ein weiterer Bruder der Familie D., also der Angeklagte, der „Anrufer“ sei. Der 28-Jährige wies dies zurück. „Das ist eine Verwechslung, das bin nicht ich, sondern mein jüngerer Bruder. Ich lebe in Deutschland und habe mit meiner türkischen Familie seit Jahren keinen Kontakt.“ Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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