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Lokales Trotz Fahrverbot am Steuer: Dummheit kostet 6000 Euro
Dresden Lokales Trotz Fahrverbot am Steuer: Dummheit kostet 6000 Euro
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10:21 17.07.2018
Wegen vorsätzlichen Fahrens trotz Fahrverbot wurde David R. zu 150 Tagessätzen à 40 Euro verurteilt. Quelle: picture alliance / dpa
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Dresden

„Ich dachte, dass wird schon irgendwie gut gehen“ sagte der Angeklagte im Amtsgericht. Da war der Wunsch der Vater des Gedanken. Seine Vogel-Strauß-Methode – wenn ich die nicht sehe, sehen die mich auch nicht – holte ihn am Montag ein. Mit erheblichen finanziellen Folgen – wegen vorsätzlichen Fahrens trotz Fahrverbot wurde er zu 150 Tagessätzen à 40 Euro verurteilt..

Der 29-Jährige hat ein blütenweises Strafregister und sich nie etwas zu Schulden kommen lassen. Einmal allerdings stieg er mit knapp 0,6 Promille ins Auto und wurde erwischt. David R. kassierte eine Geldstrafe, die er bezahlte und einen Monat Fahrverbot, das er verdrängte. Denn er hatte gerade einen Job als Fahrer kommen, war in der Probezeit und traute sich nicht zu beichten, dass er eigentlich einen Monat pausieren müsste. Also stieg er täglich in sein Postauto und verteilte die Pakete in der Stadt, sogar als sein Führerschein zwangsweise eingezogen wurde. Das war besonders dumm. Durch einen Zufall flog die Sache auf.

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David R. fuhr nicht aus Spaß an der Freude oder weil ihn das Fahrverbot nicht interessierte, sondern um seinen Job zu behalten.Trotzdem beging er einen Rechtsbruch. Er hätte einen Monat pausieren müssen, das Fahrverbot hatte er ja nicht umsonst bekommen. „Es wird nicht wieder vorkommen, das hat mir genug Kopfschmerzen bereitet. Ich habe zwei Jahre gewusst, dass da noch was auf mich zukommt.“

Von ml