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Lokales Trainieren für den Ernstfall – Feuerwehr hat ein neues Brandsimulationshaus
Dresden Lokales Trainieren für den Ernstfall – Feuerwehr hat ein neues Brandsimulationshaus
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17:16 20.05.2019
Brandübungshaus der Dresdner Feuerwehr Quelle: Anja Schneider
Dresden

Wenn auf dem Gelände der Feuerwache Albertstadt an der Magazinstraße künftig regelmäßig Rauch aufsteigt, dann ist das kein Grund zur Beunruhigung. Denn die Dresdner Feuerwehr hat jetzt im Norden der Stadt ein neues, mit modernster Technik ausgestattetes Brandsimulationshaus. Das 12,5 Meter hohe Gebäude dient Übungszwecken und ist Teil des in der Albertstädter Wache ansässigen Ausbildungszentrums. Die Stadt investierte in den Bau 1,43 Millionen Euro.

Praktische Ausbildung an drei bis vier Tagen pro Woche mindestens

Das aus Beton bestehende und mit technischen Raffinessen ausgerüstete Gebäude steht für die Ausbildung und praktische Übung der Kameradinnen und Kameraden der Dresdner Berufsfeuerwehr und der vielen Freiwilligen Wehren zur Verfügung. Aber auch Berufsfeuerwehren und Freiwillige Wehren aus dem Umland können sich für Tagesseminare anmelden.

„An drei bis vier Tagen pro Woche mindestens wollen wir praktische Ausbildung machen“, sagt Ausbilder Uwe Seiler. Für dieses Jahr seien die Termine schon weitgehend ausgebucht, ergänzt sein Chef Andreas Rümpel, der Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz.

In Dresden können Feuerwehrleute jetzt in einem neuen Brandsimulationshaus für den Ernstfall üben. Die Bildergalerie zeigt, wie es da drin aussieht.

Rollover große Gefahr für Feuerwehrleute

Die Feuerwehrleute lernen in dem Simulationshaus Brände richtig zu löschen, sich in dickem Rauch zu orientieren, Personen zu suchen und zu retten und auch den Selbstschutz nicht zu vernachlässigen. Denn ein Rollover zum Beispiel sei eine der größten Gefahren für die Kameradinnen und Kameraden, „auf die wir sie vorbereiten müssen“, betont Andreas Rümpel.

Ein Rollover ist ein Durchzünden des Gasgemisches, das durch Hitzeeinwirkung und Verbrennung entsteht und sich unter der Decke sammelt. Wenn sich das entzünde, können Temperaturen um die 1000 Grad entstehen, das halte auch keine Schutzbekleidung aus, so der Feuerwehrchef. Die Feuerwehrleute lernen, wie sie einen drohenden Rollover erkennen und was dann zu tun ist.

Leitstand im Nachbargebäude, aber Trainer läuft immer mit

Die Brandsimulationsanlage wird zum einen vom Leitstand im Nachbargebäude gesteuert und überwacht. Kameras außen und Wärmebildkameras innen zeichnen die Übungen auf, um diese im Nachhinein besser auswerten zu können. Zum anderen begleitet immer ein Ausbilder die Truppe, die gerade die praktische Ausbildung im Haus absolviert. Per Funkfernbedienung kann der Ausbilder die Steuerung der Anlage übernehmen oder auch ausschalten, sollte Gefahr im Verzug sein.

Der Neubau in der Albertstadt ersetzt das Brandsimulationshaus in Übigau, das nach fast 20 Jahren Nutzung nun marode sei, sagt Andreas Rümpel. Das Gebäude wieder instandzusetzen und mit der neuesten Technik auszurüsten hätte sich finanziell nicht gelohnt. Deshalb werde es anderweitig für Übungen genutzt.

Sechs verschiedene Brandstellen

Im Gegensatz zum Vorgängerbau in Übigau verfügt das neue Trainingshaus nicht nur über drei, sondern über sechs verschiedene Brandstellen. Sie sind über Erdgeschoss und die beiden Obergeschosse verteilt und werden mit Propangas betrieben. Die Flammenhöhen können geregelt werden, um so mit der simulierten Brandintensität variieren zu können. Sensoren ermöglichen es, Löscherfolge deutlich zu machen.

Alle Möbel aus Stahl

Im Erdgeschoss gibt es eine Garage mit einer Pkw-Attrappe sowie eine Werkstatt. Das erste Obergeschoss beherbergt zum einen eine Küche mit Kochherd, Dunstabzugshaube und Fritteuse zur Simulation eines Fettbrandes. Zum anderen gibt es ein Wohnzimmer mit Sofa. All die Möbel können wieder und wieder in Flammen stehen, denn sie sind aus Stahl. Insgesamt wurden in dem Haus 300 Kubikmeter Beton und 30 Tonnen Stahl verbaut.

Das Ausbildungszentrum in der Albertstadt soll noch einen sogenannten Realbrandcontainer bekommen. „Dort arbeiten wir dann zum Beispiel mit Holz“, sagt Uwe Seiler. Zudem sei eine Übungsanlage für das Strahlrohrtraining geplant.

Von Catrin Steinbach

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