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Lokales Träger der Natur- und Umweltschule will auf Rechtsmittel verzichten
Dresden Lokales Träger der Natur- und Umweltschule will auf Rechtsmittel verzichten
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08:01 16.05.2018
Förderverein und Elternschaft wollen weiter protestieren. Quelle: NUS
Dresden

Der Verbund sozialpädagogischer Projekte e.V., Träger der Natur- und Umweltschule Dresden (NUS), wird voraussichtlich keine Rechtsmittel gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Bautzen (OVG) einlegen. „Wir werden jedoch die Urteilsbegründung in sechs Wochen abwarten, um eine abschließende Entscheidung treffen zu können“, erklärte Vereins-Geschäftsführerin Katrin Förster am Dienstag.

Das OVG hatte die Revision gegen sein Urteil zum Bundesverwaltungsgericht nicht zugelassen, weil es sich um einen Einzelfall handele. Der Schulträger müsste Beschwerde gegen die Nichtzulassung einlegen – die Erfolgsaussichten dieses Rechtsmittels sind bei einem juristisch gut formulierten Urteil gering.

Das OVG hatte einen Anspruch der NUS auf Genehmigung durch das Landesamt für Schule und Bildung verneint. „Mit diesem Urteil muss die NUS den Schulbetrieb einstellen“, so Förster. Der Träger wolle einen geordneten Schulbetrieb bis zum Ende des Schuljahres ermöglichen. „Im Vordergrund steht nun, den Schülerinnen und Schülern einen guten Abschied von ihrer Schule und einen geordneten Übergang für die weitere Schullaufbahn zu ermöglichen“, kündigte die Geschäftsführerin an.

Seit Beginn des Schulbetriebs hätten 108 Grundschüler erfolgreich an der NUS gelernt. 59 Kinder seien mit Erfolg für den Übergang an die weiterführenden Schulen vorbereitet worden. „Darauf sind wir sehr stolz. Wir bedauern sehr, dass wir die von Eltern, Schülern und Lehrern mit viel Engagement getragene Idee einer Natur- und Umweltschule aufgeben müssen“, erklärte Förster.

Die NUS habe die Landschaft der freien Schulen in Sachsen bereichert und Ausbildung in der Grundschule neu und innovativ umgesetzt, erklärte Schulleiterin Julia Pörschke. Die Einrichtung habe auch Hospitationen und Praktika von Lehramtsanwärtern ermöglicht und sei an der Entwicklung der Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung aktiv beteiligt gewesen. „Wir sind entsetzt, dass der Wert dieser Schule in Sachsen keine Anerkennung findet“, so die Schulleiterin.

Der Förderverein und die Elternschaft der NUS sprachen in einer Stellungnahme vom Dienstag von „Willkür des Landesamtes für Schule und Bildung gegenüber der NUS“. Die Eltern seien entsetzt, wie die Schulbehörde mit dem Wohl der Kinder umgehe. „Wir möchten von schulbehördlicher Seite für unsere Entscheidung, die Kinder an der NUS beschulen zu lassen, geachtet werden. Unsere Kinder sollen auch zukünftig dort lernen können“, heißt es in der Erklärung.

Förderverein und Elternschaft kündigten die Übergabe einer Expertenpetition an Kultusminister Christian Piwarz (CDU) in den nächsten Tagen an.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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