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Lokales Tourismusvorstand Lohmeyer wehrt sich gegen Internetportal
Dresden Lokales Tourismusvorstand Lohmeyer wehrt sich gegen Internetportal
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15:40 10.12.2017
583. Dresdner Striezelmarkt
583. Dresdner Striezelmarkt   Quelle: dpa
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Dresden

 Direkt vom Glühweinstand ins Hotelbett purzeln? Das kostet in Dresden am dritten Adventswochenende mindestens 189 Euro. In der Landeshauptstadt mit dem berühmten Striezelmarkt steigen die Übernachtungspreise für Hotelgäste in der Adventszeit im Bundesdurchschnitt am stärksten.

Bis zu 111 Prozent Preisaufschlag müssen Dresdens Gäste an den vorweihnachtlichen Wochenenden im Vergleich zum übrigen Dezember bezahlen. Das ergab eine Studie des Internetportals „Check24“ In anderen Großstädten, wie Leipzig, Köln oder München steigen die Hotelpreise an den Adventswochenende zwischen 16 und 33 Prozent. „Das ist so dumm, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln“, kritisiert der Vorstandsvorsitzende des Tourismusverbands Dresden Johannes Lohmeyer die Studie. Die große Preissteigerung komme dadurch zu Stande, dass die Hotelpreise in der Landeshauptstadt normalerweise das Schlusslicht bilden würden und dadurch eine Steigerung an einzelnen Tagen mehr ins Gewicht falle.

Ähnlich teuer wie ein Hotel am Dresdner Striezelmarkt ist mit 181 Euro eine Übernachtung am Hamburger Rathausmarkt. Wer einen spontanen Weihnachtsausflug am dritten Adventswochenende nach Erfurt oder Rostock plant, hat schlechte Karten. Hier sind laut Vergleichsportal alle Hotels in der Nähe der Weihnachtsmärkte ausgebucht.

 Lohmeyer, bezeichnet das Portal als „dubios“. In Dresden seien die Preise für Hotelübernachtungen am Boden, sagt der erste Vorstand des Dresdner Tourismusverbands. In jeder Stadt zögen die Hotels zu besonderen Veranstaltungen die Preise etwas an, sagt Lohmeyer und verweist auf die Münchner Zimmerpreise während dem Oktoberfest.

Von Tomke Giedigkeit