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Lokales Hier wird in Dresden jenseits der TU geforscht
Dresden Lokales Hier wird in Dresden jenseits der TU geforscht
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11:30 20.12.2018
Mit diesem speziellen Mikroskop werden dynamische Prozesse in Festkörpern sichtbar.(Symbolbild) Quelle: HZDR
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Dresden

Dass sich die TU Dresden immer erfolgreicher als Exzellenzuni im innerdeutschen Wettbewerb zu behaupten vermag, wie erst im Herbst wieder bewiesen, liegt zweifellos an eigenen Anstrengungen – aber auch an der starken Unterstützung durch die außeruniversitären Institute in Dresden. 17 solcher Einrichtungen gibt es heute in der sächsischen Landeshauptstadt, wenn man nur die größten zählt. Sie stehen für ein jährliches Forschungsvolumen von einigen Hundert Millionen Euro und für über 5200 Jobs im Raum Dresden.

Konkurrenzfähig durch Kooperation

Rechnet man noch die inzwischen eingegliederten Zentren wie das CNT oder das Comedd sowie private Einrichtungen wie das Institut für Holztechnologie oder das Institut für Luft- und Kältetechnik hinzu, gibt es etwa zwei Dutzend Forschungseinrichtungen jenseits der Hochschulen und der Uni in der Stadt.

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Dabei hängen die Forscher viele ambitionierte Projekte gar nicht an die große Glocke. Manche Dresdner Unternehmen ist durch Kooperationen mit Fraunhofer konkurrenzfähiger geworden oder überhaupt erst wieder auf den grünen Zweig gekommen. Auch sorgen die Grundlagenforscher von Helmholtz, Planck & Co. für nationale und internationale Vernetzung.

Lange Traditionen

„Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen arbeiten im Freistaat in einer großen thematischen Bandbreite von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendungsreife unter anderen in den Bereichen in Mikro- und Nanoelektronik, Materialwissenschaften, Produktionstechnologien, Energie, Umweltwissenschaften, Biotechnologie, Naturwissenschaften und Medizin“, schätzt Sachsen Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) ein. „Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen wirken mit den Universitäten eng zusammen, so dass Forschung und Lehre davon profitieren. Ziel der Forschung muss es sein, nachhaltige Antworten auf die großen Herausforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zu finden.“

Diese Forschung jenseits der offiziellen Hochschulen hat eine lange Tradition: Viele der Institute, die die großen deutschen Forschungsgemeinschaften ab 1990 in Dresden und Sachsen übernahmen oder gründeten, hatten Vorläufer in der DDR. Dazu gehörten frühere Einrichtungen der DDR-Akademie der Wissenschaften, Querschnitts-Forschungszentren der großen Kombinate, aber auch das private Forschungsinstitut von Manfred von Ardenne. Aus diesen wissenschaftlichen Kernen der Vor- und Nachwendezeit ist heute eines der stärksten und wichtigsten Cluster außeruniversitärer Forschung in Deutschland gewachsen.

Von Heiko Weckbrodt