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Lokales Tödliche Messerattacke in Dresden – OB Hilbert: Keine Pauschalurteile fällen
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Tödliche Messerattacke in Dresden – OB Hilbert: Keine Pauschalurteile fällen

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13:12 22.10.2020
Blumen und Kerzen liegen am Tatort des Verbrechens. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Dresden

Oberbürgermeister Dirk Hilbert zeigte sich am Donnerstag erschüttert über die aktuellen Ermittlungsergebnisse im Falle des in Dresden tödlich verletzten Touristen aus Krefeld. Er sprach den Opfern und Angehörigen sein Mitgefühl aus. „Wir als Dresdner Stadtgesellschaft stehen unter Schock, dass eine solche Tragödie im Herzen unserer Stadt geschehen kann. Sollte sich die Tat tatsächlich als ein religiöser Terrorakt erweisen, zeigt sich einmal mehr, wie verletzlich unsere Gesellschaft ist, gegenüber denjenigen die sich nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und unserer gemeinschaftlichen Werte befinden.“

Hass und Gewalt sind keine Lösung

Ein Syrer steht im dringenden Tatverdacht, am Abend des 4. Oktobers zwei Touristen in Dresden angegriffen und einen der beiden tödlich verletzt zu haben. Ein islamistischer Hintergrund ist wahrscheinlich, der 20-Jährige mehrfach und auch einschlägig vorbestraft.

Das Stadtoberhaupt warnte jedoch davor, diese Tat und die Herkunft des Verdächtigen in Pauschalurteile umzumünzen. „Hunderte Flüchtlinge aus Syrien – Männer, Frauen und Kinder – haben sich in unserer Stadt ein neues Leben aufgebaut und halten sich selbstverständlich an Recht und Gesetz. Hass, Ausgrenzung oder gar Gewalt sind nie eine angemessene Reaktion, auch nicht auf vermeintlichen islamistischen Terror.“ Vielmehr sei es geboten, die Regeln des Rechtsstaates und seine Handlungen gründlich zu hinterfragen, um die Menschen in unserem Land zu schützen – „und zwar alle Menschen, egal wo sie herkommen, welcher Religion sie angehören oder welchen Status sie haben.“

Polizei und Staatsanwaltschaft dankte Hilbert für die raschen und gründlichen Ermittlungen. Am Mittwoch hat die Generalbundesanwaltschaft aufgrund der vermuteten islamistischen Motivlage die weiteren Ermittlungen an sich gezogen.

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Von fkä