Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Tod,Tequila und das Fest der Liebe
Dresden Lokales Tod,Tequila und das Fest der Liebe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:54 12.12.2017
Im Dresdner Stadtteilhaus irrlichtern am 3. Adventswochenende märchenhafte Gestalten über die Bühne.
Im Dresdner Stadtteilhaus irrlichtern am 3. Adventswochenende märchenhafte Gestalten über die Bühne. Quelle: Anja Schneider]
Anzeige
Dresden

Ein Toast aufs Leben soll es sein, das neue Weihnachtsstück, das Anna Roloff in diesem Jahr im Dresdner Stadtteilhaus in Szene setzt.

Dass neben Santa Claus auch ein Tequila trinkendes Skelett und selbst der Tod mitmischen, tut der Botschaft keinen Abbruch – im Gegenteil. „Wir in der Ukraine haben einen ähnlichen Brauch wie die Mexikaner“, sagt die in Odessa geborene und seit 1994 in Dresden lebende Regisseurin. „Zweimal im Jahr ziehen wir mit Freunden oder Familie auf die Friedhöfe und feiern, beladen mit Essen und Getränken, an den Gräbern unserer Lieben ein fröhliches Fest.“

Allerdings verzichten die Ukrainer auf eine Symbolfigur wie die mexikanische Skelett-Dame „La Catrina“. Die steht in Übersee als Sinnbild für den Tag der Toten („Día de los Muertos“), an dem die Seelen der Verstorbenen den Lebenden im Diesseits einen Besuch abstatten. In Anna Roloffs Stück ist sie namensgebend, denn es heißt „La Catrinas Fest.

Der Plott versucht sich in einer märchenhaften Balance zwischen Anfang und Ende, Vergänglichkeit und Ewigkeit. Es geht um Genuss und Weisheit, um Angst und den Sieg darüber. Es geht auch um den etwas despektierlichen Umgang eines ganovenhaften Weihnachtsmanns mit den Gaben zum Fest und – soviel Trost muss sein – um den Triumph himmlischer Freude über schnöde Hoffnungslosigkeit.

Die freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin arbeitet auch in diesem Jahr wieder mit einer internationalen Truppe von Profis und Laien zusammen. „Meine Mitstreiter machen aus Spaß an der Freude mit, sie kommen aus Frankreich, Mexiko, Italien, Russland und Deutschland“, sagt sie und gibt zu, dass Anleihen bei Tim Burton (u.a. „Nightmare beford Christmas“) nicht ganz zufällig sind: „Ich liebe Burton!“.

Bis zur Premiere am 16. Dezember um 18 Uhr stehen noch etliche Proben an. Die Kostüme hat Anna ebenso wie die Bühnendekoration wieder selber geschaffen. .

Nach der Premiere gibt es eine zweite Aufführung am 17. Dezember, dem 3. Adventssonntag, um 17 Uhr. Für beide Aufführungen zahlen an der Abendkasse Erwachsene 10 Euro, Kinder 5 Euro

Von Barbara Stock

Lokales “Wohnen in Dresden“ stellt die ersten Anträge - Hier plant Dresden Sozialwohnungen
12.12.2017
Lokales Verein aus Dresden hat neue Idee für Bahngelände - Sport- und Freizeitzentrum in der Harkortstraße
12.12.2017
Lokales 1500. Mitglied in bundesweitem Unternehmernetzwerk - Dresdner Firma Theegarten-Pactec sucht Fachleute auch unter Flüchtlingen
12.12.2017