Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Thomas Morgenstern übernimmt bei Globalfoundries in Dresden
Dresden Lokales Thomas Morgenstern übernimmt bei Globalfoundries in Dresden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:27 26.10.2017
Thomas Morgenstern
Thomas Morgenstern Quelle: Globalfoundries
Anzeige
Dresden

Der Chemiker Dr. Thomas Morgenstern übernimmt am 1. Januar 2018 den Chefposten im Dresdner Halbleiterwerk von Globalfoundries (Glofo). Das geht aus einer Ankündigung des US-amerikanischen Mikroelektronik-Konzerns hervor. Morgenstern tritt die Nachfolge von Rutger Wijburg an, der das Unternehmen zum Jahresende verlässt.

Der neue Chef übernimmt das Chipwerk in Dresden inmitten einer Umrüstungs- und Aufbauphase: Globalfoundries investiert derzeit rund 1,5 Milliarden Euro, um seine sächsische Fabrik stärker auf Elektronik-Produkte für das Internet der Dinge (IoT), den Mobilfunk der 5. Generation (5G) und die Industrie 4.0 zu spezialisieren. Dafür wollen die Glofo-Ingenieure vor allem die sogenannte FD-SOI-Chiparchitektur verwenden.

Thomas Morgenstern hatte ursprünglich in Karlsruhe und Düsseldorf Chemie studiert. Später spezialisierte er sich auf Mikrosystemtechnik. Er war dann bei Infineon, Qimonda und Globalfoundries tätig. Ab 2013 war er Vizepräsident im Halbleiterwerk von Bosch in Reutlingen. Dort konzentrierte er sich auf die Komponentenfertigung für Automobilelektronik. Im Juni 2017 kehrte er als Vizepräsident für Kundenbetreuung und Produkte zu Glofo Dresden zurück.

Der Niederländer Rutger Wijburg hatte 2011 die Führung von Glofo Dresden übernommen, das zuvor mehrere Chefwechsel in kurzer Folge erlebt hatte. Wijburg führte das Dresdner Werk unterm Strich recht erfolgreich durch eine wechselvolle Zeit: Zeitweise standen die Signale auf Personalabbau, dann aber investierte die Konzernspitze doch recht intensiv wieder in Dresden.

Glofo selbst entstand aus den ausgegliederten Chipwerken des US-Prozessorherstellers AMD. Inzwischen gehört der Chip-Auftragsfertiger arabischen Investoren – der „Mubadala Investment Company“ aus Abu Dhabi.

Von Heiko Weckbrodt