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Lokales Techno-Klub Sabotage muss schließen
Dresden Lokales Techno-Klub Sabotage muss schließen
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22:11 27.06.2017
Klubbetreiber Christoph Töpfer und Harald Köhler.   Quelle: Hauke Heuer
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Dresden

 Im Techno-Klub Sabotage auf dem Hinterhof der Bautzner Straße 75 geht zum Ende des Jahres das Licht aus. Im Vorfeld hatten sich einige Anwohner über die Lärmbelästigung durch die Disco beim Umweltamt beschwert. Die Behörde führte eine Messung durch, die ein Überschreiten der Grenzwerte bestätigte.

Bis zum Mittwoch haben die Betreiber Zeit, ein Konzept vorzulegen, dass die Situation verbessert. Zunächst sollen unter anderem technische Hilfsmittel den Schallpegel senken, danach will der Klub in einen anderen Standort umziehen – die Stadt soll bei der Suche helfen. Zuletzt hatte Stadtrat Torsten Schulze (Grüne) versucht, zwischen Betreibern und Anwohnern zu vermitteln – allerdings ohne Erfolg. Die Fronten seien zu verhärtet, so der Lokalpolitiker.

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Die Inhaber sehen keine Chance, den Sabotage weiter zu betreiben: „Nach den Gesprächen mit einigen Nachbarn mussten wir zu der bitteren Erkenntnis gelangen, dass ein kleiner subkultureller Klub in der Äußeren Neustadt keinen Platz mehr hat. Wir hoffen jetzt, dass wir bis zum Jahresende weitermachen dürfen, um unsere Veranstaltungsreihen in einen neuen Standort herüberretten können“, sagt Betreiber Christoph Töpfer. Da in den kommenden Jahren in unmittelbarer Nähe zusätzliche Wohnungen und sogar ein Hotel entstehen sollen, habe der Sabotage an dieser Stelle keine Zukunft. Die Situation sei frustrierend, weil der Techno-Keller seinen ganz eigenen Charme habe, so der Besitzer.

Wohin der Sabotage ziehen soll, ist bislang vollkommen unklar. Töpfer und sein Mitstreiter Harald Köhler hoffen auf die Hilfe der Stadt bei der Suche nach einem neuen Objekt. Ginge es nach ihnen, müsste der Standort in der Neustadt liegen. Das wichtigste Kriterium: möglichst keine Nachbarn.

Von Hauke Heuer

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