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Dresden Lokales Tausche Schulbank gegen Laborkittel
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15:27 22.11.2018
Frieder und Floria vom Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium fahren im Dezember nach Botsuana, wo sich die 300 hellsten Köpfe der ganzen Welt in den Naturwissenschaften treffen und gegeneinander antreten. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Sechs Schüler aus ganz Deutschland fahren dieses Jahr nach Afrika zur 17. International Junior Science Olympiad. Die Hälfte davon kommt aus Dresden – drei Schüler vom Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium nehmen an der Olympiade teil. Der Wettbewerb findet vom 2. Dezember bis zum 11. Dezember im Norden von Botsuana statt. Dabei sind sowohl theoretisches Fachwissen in Biologie, Chemie und Physik als auch Geschick im Experimentieren gefragt.

Bis dahin war es für die Frider und Floria, zwei der Dresdner Teilnehmer, allerdings ein langer Weg. Insgesamt vier Runden mit verschiedenen Aufgaben und Schwierigkeitsgraden haben sie dafür durchlaufen: „Erst mussten wir umfangreiche Experimente Zuhause durchführen. Jeder, der wollte, konnte daran teilnehmen“, erinnert sich Frider. „Dann gab es in den Schulen einen Multiple-Choice-Test, den etwa 1 000 Leute geschrieben haben. In der dritten Runde waren wir nur noch um die 400 Schüler, die noch mal einen Test, unter anderem mit Theorieaufgaben, absolviert haben“, erzählt der 15-Jährige.

Dann wurden schließlich die 40 besten Teilnehmer in Deutschland ermittelt, die zum Bundesfinale nach Merseburg fahren durften. Dort wurden die Jugendlichen in den Bereichen Physik, Biologie und Chemie noch einmal geprüft – bis schließlich die sechs Finalisten fest standen. „Ich konnte damals gar nicht glauben, dass ich dabei bin. Ich habe nicht wirklich damit gerechnet“, erzählt Floria. Woher die beiden Schüler ihr Vorwissen für den Wettbewerb nehmen? „Viele Grundlagen erhalten wir eigentlich im Unterricht. Zudem gibt es für alle Teilnehmer der ersten Bewerbungsrunde zwei mal im Jahr ein Trainingsseminar, bei dem 10. bis 12. Klässler uns weiteres Basiswissen vermitteln“, erklärt Frider.

Vor über einem Jahr haben sich die beiden für den Wettbewerb beworben, seitdem laufen die zeitintensiven Vorbereitungen. „Seitdem feststeht, dass wir zum Finale fahren, bekommen wir jede Woche zum Training ein Paket mit verschiedenen Aufgaben“, berichtet Floria. „Das ist zeitweise schon stressig“, gibt die 15-Jährige zu. „Aber ich freue mich – das ist nämlich meine erste Reise außerhalb von Europa“. Erwartungen haben die beiden noch keine. „Es geht uns vor allem ums Spaß haben. Wir wollen neue Leute kennen lernen und werden einfach unser Bestes geben“, sagt Frider.

An drei Tagen finden die Wettbewerbe statt, an den restlichen Tagen ist für die Teilnehmer ein Freizeitprogramm zur Erkundung der Umgebung geplant. „Viel ist noch nicht bekannt – aber wir gehen auf jeden Fall in einen Nationalpark auf Safari“, freut sich Floria. Als Herausforderung sehen beide unter anderem die bisherige Organisation der Reise und die Sprachbarriere: „Wir mussten ganz schön viel beachten, die Impfungen zum Beispiel“, bemerkt Floria. „Mal sehen, wie die Verständigung mit den anderen Teilnehmern so läuft – aber notfalls können unsere Betreuer sicher übersetzten“, fügt Frider an.

Alle Teilnehmer müssen für die Wettkampfdauer ihr Handy abgeben – um Betrugsfälle auszuschließen, erklärt Frider. Wie das die Eltern finden? „Für die gibt es eine extra Whats-App-Gruppe, wo man sie auf dem Laufenden hält“, berichtet Floria. So gibt es am Ende außerdem umso mehr zu erzählen. Schutzbrille und Laborkittel liegen laut den beiden auf jeden Fall schon zusammen mit Sonnencreme und Mückenschutz im Koffer.

Die „International Junior Science Olympiad“ (ISJO) fand erstmals 2004 statt. Seither treffen sich jedes Jahr im Dezember weltweit aus 50 Nationen die 300 hellsten Köpfe in den Naturwissenschaften und treten gegeneinander an. Der Wettbewerb spricht Schülerinnen und Schüler an, die 15 Jahre oder jünger sind. Über Grenzen von Ländern und Kulturen hinweg möchte die IJSO damit die Entwicklung naturwissenschaftlicher Kompetenzen fördern und früh den internationalen Austausch der heranwachsenden Forschergeneration stärken.

Von Annafried Schmidt

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