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Lokales „Ausbeuterische Verhältnisse“: Protestaktion am internationalen Tag der Pflege in Dresden
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Tag der Pflege: Protestaktion gegen Pflegenotstand in Dresden

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18:25 12.05.2021
In Dresden wurde der Tag der Pflege zu einer Protestaktion genutzt.
In Dresden wurde der Tag der Pflege zu einer Protestaktion genutzt. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Dresden

Zum Internationalen Tag der Pflege sind am Mittwoch in Dresden mehrere Dutzend Menschen auf die Straße gegangen. Mit der Aktion wollten die Organisatoren gegen „ausbeuterische Verhältnisse und einen Pflegenotstand im Gesundheitswesen“ protestierten. Allerdings blieb die Teilnahme überschaubar.

Mehr Personal verlangt

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützte den Protest. „Der DGB ist solidarisch mit den Pflegekräften, die oft unter sehr prekären Bedingungen arbeiten – in einem Beruf, den die meisten eigentlich aus Leidenschaft ergriffen haben“, erklärte der Dresdner DGB-Chef André Schnabel.

Der DGB verlangte mehr Personal im Gesundheitswesen, eine deutlich bessere Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen. Eine weitere Forderung betraf den Erhalt aller Krankenhäuser in Dresden. Gesundheit darf kein Geschäft sein, hieß es.

Dankeschön für Mitarbeiter

Die Leitung der Asklepios-Kliniken in Sachsen dankte ihrem Personal zum Tag der Pflege. An drei Orten im Freistaat seien rund 600 Pflegekräfte mit großem Engagement und Fürsorge im Einsatz. „Ich habe großen Respekt vor unserem Personal, das hier an unseren Standorten jeden Tag aufs Neue unermessliche Leistungen für den Menschen erbringt“, erklärte Regionalgeschäftsführerin Jana Uhlig. Dies könne man nicht genug würdigen. Als Dankeschön erhielt jeder Mitarbeiter zwei Glas Senf aus Bautzen.

Der Internationale Tag der Pflege wird in Erinnerung an die britische Krankenschwester Florence Nightingale begangen, die am 12. Mai 1820 geboren wurde. Sie gilt als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege. 1860 gründete sie die erste Schwesternschule Englands und kümmerte sich um eine professionelle Ausbildung.

Von RND/dpa