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Lokales TU erforscht Emotionen im Arbeitsalltag
Dresden Lokales TU erforscht Emotionen im Arbeitsalltag
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10:34 15.07.2018
Für Pflegekräfte in Hospizen ist der Tod allgegenwärtig (Symbolbild). Quelle: dpa
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Dresden

Eine Rettungssanitäterin sieht schlimme Unfälle, ein Krankenpfleger erfährt täglich Leben und Tod ganz nah, und ein Polizist bekommt es vielleicht mit der Angst zu tun, wenn aggressive Täter sich widersetzen. In diesen, aber noch vielen weiteren Berufen sind starke Emotionen an der Tagesordnung. Doch wie gehen die Arbeitnehmer damit um? Und was kann ihnen helfen?

Um Forschungsergebnisse aus dem Bereich zu bündeln, veranstaltet die TU Dresden ein Symposium zum „Spannungsfeld Mensch und Emotionen im Arbeitskontext“. Zwei Tage lang diskutieren Wissenschaftler und Praktiker aus ganz Deutschland über das Thema.

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Wirtschaftlicher Druck könne dazu führen, dass sich Arbeitnehmer zwar emotional auf ihr Gegenüber einstellen wollen, aber dies aus Stressgründen nicht können, erklärt die Arbeitspsychologin und Initiatorin des Symposiums, Gabriele Buruck.

In der Theorie sind Lösungsansätze durchaus vorhanden. Doch den Sprung in den Arbeitsalltag von emotional an- spruchsvollen Berufen haben sie noch nicht geschafft. Bei dem Vernetzungstreffen in Dresden kommen 50 Experten aus verschiedenen psychologischen und soziologischen Fächern zusammen. Ziel ist es, Maßnahmenpakete zu schnüren, die den Berufsalltag der Betroffenen verbessern sollen. In der Gesundheitsförderung wirkt das Institut für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie bereits mit verschiedenen Arbeitgebern zusammen, etwa Altenheimen, Krankenkassen und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Von Tomke Giedigkeit