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Lokales TU entwickelt neue Kabine für Baumaschinen
Dresden Lokales TU entwickelt neue Kabine für Baumaschinen
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10:03 11.04.2016
So sollen Fahrzeuge mit dem „Genius-Cab“ einmal aussehen.  Quelle: LUMOD GmbH
Dresden

 Radlager, Bagger und andere komplexe Bau- und Agrarfahrzeuge werden künftig für den Menschen intuitiver und bequemer bedienbar sein. Dafür soll das sogenannte „Genius-Cab“ sorgen. Entwickelt wurde es unter der führenden Leitung der TU Dresden in Zusammenarbeit mit 13 weiteren Partnern im sogenannten „Concept Cab Cluster“. „Das Konzept führt die neuesten Technologie- und Designpfade zusammen“, erklärt TU-Professor Jens Krzywinski.

Gemeinsam mit weiteren Vertretern der Forschungsgruppe erhält er am 24. Februar im sauerländischen Willingen den mit 2500 Euro dotierten Förderpreis des „Verbandes der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik“. Der Verband zeichnet die „Genius Cab“ mit dem ersten Platz in der Kategorie „Entwicklungen aus der Industrie aus“. Offiziell vorgestellt wird die neue Kabine auf der Baumaschinenmesse „Bauma“ zwischen dem 11. und 17. April in München.

 Das „Genius Cab“ besteht aus Aluminium und ist dementsprechend leichter als frühere Modelle. Außerdem formten die Ingenieure die tragenden Profile so, dass in ihnen auch gleich noch Kabel, Verbindungsteile und Außenleuchten versenkt und gekühlt werden können, was Platz spart und gleichzeitig für ein elegantes Design sorgt. Leuchtdioden im Kabinen-Inneren sorgen für verschiedene Farbstimmungen. Gekoppelt mit einem Kollisionsradar kann dies dem Maschinenführer wichtige Signale intuitiv vermitteln. Auch ein Touchscreen zur Maschinensteuerung und ein einstellbarer Fahrersitz – in Baumaschinen noch eine Seltenheit – sind in der Kabine enthalten.

„Die Genius Cab zeigt, was heute schon technologisch in der Baumaschine möglich ist, wenn sich international führende Zulieferer und Forschungseinrichtungen gemeinsam entwickeln. Wie bauen die Kabine als echten Versuchsträger“, so Krzywinski. Initiator des Projektes war der bayrische Kabinen-Hersteller „Fritzmeier Systems“. Wegen ihrer Expertise auf diesem Fachgebiet wurde die TU Dresden als leitender Forschungspartner hinzugezogen. Der Lehrstuhl von Jens Krzywinski übernahm die gesamte Projektkoordinierung sowie die Gestaltung des Innenraumes.

Von Sebastian Burkhardt

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