Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales TU-Experte: Dresdner Brücken in einem sehr guten bis befriedigenden Zustand
Dresden Lokales TU-Experte: Dresdner Brücken in einem sehr guten bis befriedigenden Zustand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:02 15.08.2018
Prof. Dr. Manfred Curbach, Leiter des Instituts für Massivbau an der TU Dresden. Quelle: Heiko Weckbrodt
Dresden

Nach derzeitigem Stand haben bei dem Brückeneinsturz in Genua mehr als 40 Menschen ihr Leben verloren. Ersten Ermittlungen zufolge könnten eine Unterspülung der Brückenpfeiler sowie marode Bauteile zum Einsturz geführt haben. Nach den Bildern der vergangenen Tage stellt sich damit die Frage, ob eine derartige Katastrophe auch in Deutschland und speziell in Dresden denkbar wäre.

Professor Dr. Manfred Curbach vom Institut für Massivbau der TU Dresden hält eine derartige Unterspülung von Brückenpfeilern, wie dies in Genua zu beobachten war, in Dresden für sehr unwahrscheinlich. „An jeder Brücke in Deutschland wird ein so genannter Kolkschutz angebracht, um Eintiefungen in der Gewässersohle zu vermeiden, die zur Unterspülung von Brückenpfeilern führen könnten“, erklärt Curbach gegenüber den DNN. In den vergangenen Jahren wäre eine ähnliche Absackung nur einmal an der Kufsteiner Innbrücke zu beobachten gewesen.

In der österreichischen Stadt war damals ein Pfeiler in der Inn eingesunken und hatte die Fahrbahn verbogen. Passiert wäre damals jedoch niemanden etwas, da eine Brücke durch verschiedene Materialien flexibel gebaut wird, um auch Setzungen ausgleichen zu können. Das Ereignis hatte jedoch dazu geführt, dass der Kolkschutz in Deutschland beim Brückenbau in oder bei Gewässern Pflicht ist.

Neben den baulichen Vorkehrungsmaßnahmen sind in Deutschland für jede Brücke Hauptprüfungen vorgesehen, die alle sechs Jahre stattfinden. In Dresden wird die Wartung der kommunalen Brücken vom Straßen- und Tiefbauamt geleitet. Gearbeitet wird bei der Prüfung nach dem Vier-Augen-Prinzip, sprich: zwei Verantwortliche nehmen eine handnahe Prüfung der Brücke vor, um mögliche Risse, Abplatzungen oder Farbveränderungen festzustellen.

In einer Tabelle werden die Werte dann notiert und eine Zustandsnote von eins – sehr guter Zustand – bis vier – sehr schlechter Zustand – vergeben. „Alle Brücke, die eine Note von 3,5 oder schlechter erhalten, stehen dann unter verstärkter Beobachtung“, erklärt Curbach gegenüber den DNN.

„Vor der Instandsetzung der Albertbrücke hat es in Dresden einen Sanierungsstau gegeben. Dieser ist jedoch mit der Sanierung der Carolabrücke und gegenwärtig der Augustusbrücke wieder aufgeholt worden. So sind alle Brücken in Dresden mittlerweile in einem sehr guten bis befriedigenden Zustand“, berichtet Curbach. Anlass zur Sorge gibt es in Dresden also nicht. Teilschließungen von Brücken oder Spurenverengungen, wie dies bei den Sanierungsarbeiten an der Marienbrücke zu beobachten ist, wären stets durch statistische Berechnungen abgesichert und bedeuten keinen Sicherheitsverlust.

Von mir

Lokales Neue Asyleinrichtung in Dresden - Bis zu 24 Monate Aufenthalt im Ankerzentrum

Die Landeshauptstadt Dresden weiß zwar, dass der Freistaat ein Ankerzentrum mit zwei Standorten in Dresden einrichten will. Ein konkretes Konzept für den Betrieb der Einrichtung liege ihr aber nicht vor, sagt Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke). Der Freistaat sollte mehrere Prämissen setzen.

15.08.2018
Lokales 90 Jahre Staudengärtnerei Jentsch - Raritäten aus Dresden für ganz Europa

Mit vielen Pflanzenraritäten aus eigener Vermehrung und zahlreichen eigenen Züchtungen behauptet sich die Staudengärtnerei Jentsch – ein kleiner Familienbetrieb in Dresden-Strehlen – am Markt. In diesem Jahr wird die Gärtnerei 90 Jahre alt.

17.08.2018

VVO und DVB werben um Handyticketnutzer. Deshalb kosten zum Dresdner Stadtfest Einzelfahrten und Tageskarten, die via „DVB mobil“ und „VVO mobil“ gekauft werden, nur die Hälfte. Und das nicht nur in Dresden.

15.08.2018