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Lokales Szenario Amoklauf: Uniklinik, Polizei und Feuerwehr proben den Ernstfall
Dresden Lokales Szenario Amoklauf: Uniklinik, Polizei und Feuerwehr proben den Ernstfall
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12:58 27.01.2019
Das Szenario eines Amoklaufs wurde bis ins Detail nachgestellt. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr bestimmten am Sonnabendvormittag das Bild auf dem Gelände des Universitätsklinikums. Eine von langer Hand vorbereitete, etwa fünfstündige Großübung hatte das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Uniklinikum, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten zu stärken. Hierfür wurden Szenarien eines Amoklaufs authentisch durchgespielt.

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In den Übungsszenarien ging es um Gefahrensituationen in der neuen Chirurgischen Notaufnahme. Dabei wurden Patienten, Angehörige sowie Klinikumsmitarbeiter von einem bewaffneten Täter bedrängt und bedroht. Die Beteiligten übten, wie die Polizei alarmiert wird, sich Mitarbeiter und Patienten in Sicherheit bringen und danach die betroffenen Bereiche evakuiert werden können. Auch der Fall, dass es Verletzte gibt, wurde bei der Übung durchgespielt. Die Polizei konnte durchspielen, wie Einsatzkräfte das Chirurgische Zentrum sichern, den Täter aufspüren und in Gewahrsam nehmen können.

Auch Spezialkräfte der Dresdner Feuerwehr waren mit von der Partie, da das Szenario eine beschädigte Gasversorgung simulierte. In diesem Rahmen wird es auch notwendig, die im darüber liegenden Stockwerk befindliche Intensivstation zu evakuieren.

Von Seiten des Dresdner Uniklinikums waren am Samstagvormittag gut 100 Personen - vor allem Pflegekräfte, Ärzte, Verwaltungspersonal und der Sicherheitsdienst - an der Übung beteiligt. Ebenfalls dabei waren Studierende der Medizinischen Fakultät, weitere Freiwillige sowie mehrere Hilfsorganisationen, die unter anderem das Schminken der vermeintlichen Verletzten übernahmen. Die Polizei war mit knapp 90 Personen, die Feuerwehr mit 20 Einsatzkräften vor Ort.

Das Resümee fällt positiv aus: „Die Erfahrungen aus der Übung geben uns allen das gute Gefühl, so gut wie möglich auf Gefahrensituationen vorbereitet zu sein“, so Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums.

Von fg