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Lokales Systema baut in Dresden aus
Dresden Lokales Systema baut in Dresden aus
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11:00 03.07.2018
Systema-Gründer Manfred Austen (r.) erklärt Thomas Tettenborn vom Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen anhand eines Modells die Automatisierungsprozesse in einer Fabrik.
Systema-Gründer Manfred Austen (r.) erklärt Thomas Tettenborn vom Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen anhand eines Modells die Automatisierungsprozesse in einer Fabrik. Quelle: Max Patzig, meeco Communication
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Dresden

Wegen wachsender Marktnachfrage für Automatisierungs-Lösungen expandiert das Dresdner Software-Unternehmen „Systema“. Geplant ist ein über 2,5 Millionen Euro teurer Anbau im Technopark Nord. Der Bürokomplex soll 2019 auf einem Nachbargrundstück am Manfred-von-Ardenne-Ring errichtet werden. Das teilte Systema-Chef Manfred Austen mit.

Um den Ausbau zu ermöglichen, beteiligt sich der „Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen“ mit einem nicht genau bezifferten einstelligen Millionenbetrag an der Systema. Der Neubau ermöglicht „bis zu 50 neue Arbeitsplätze am Dresdner Standort“, schätzte Wachstumsfonds-Prokurist Thomas Tettenborn ein. „Diese Arbeitsplätze sind dringend nötig, um das zu erwartende Wachstum der Firma zu unterstützen.“ Denn Systema-Gründer Austen will mit dem Geld aus dem Fonds auch eine internationale Expansion vorantreiben: „Wir wollen Niederlassungen in Israel, Indien und Südamerika einrichten“, kündigte er an.

Der Informatiker Austen hatte 1993 die „Systema Systementwicklung Dipl.-Inf. Manfred Austen GmbH“ in Regensburg gegründet. 1997 verlagerte er den Hauptsitz nach Dresden, als Siemens hier sein Speicherchipwerk baute. Derzeit be­schäftigt die Automatisierungsfirma 170 Mitarbeiter, darunter 140 in Dresden. Die anderen arbeiten in Regensburg, in den USA und Malaysia.

Systema ist auf Automatisierungs-Software für Fabriken fokussiert. Dabei passen die Dresdner Spezialisten Produktionssteuer-Programme („Manufacturing Execution Systems = MES) des deutschen Softwareriesen SAP an die jeweiligen Fabriken und Kunden an.

Ein wachsender Schwerpunkt sind Lösungen für die „Industrie 4.0“. Systema bietet unter anderem Computerprogramme an, die Unregelmäßigkeiten in hochautomatisierten Fabriken erkennen und melden.

„Wir gehen davon aus, dass die Digitalisierungs- und Automatisierungswelle mindestens noch die nächsten fünf Jahre anhält und dann auf hohem Niveau verharrt“, schätzte Austen ein. Dies werde voraussichtlich auch weiter die Auftragsbücher von Systema füllen. Denn Roboter und Drohnen seien inzwischen so preiswert geworden und der internationale Wettbewerbsdruck so hoch, dass nahezu jeder Arbeitsgang durch Maschinen erledigt werden könne. Kaum ein Industriezweig komme um die Hochautomatisierung noch herum.

Mehr Infos im Netz: systema.solutions

Von Heiko Weckbrodt

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