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Lokales Syrische Bildungsaktivistin mit Dresdner Friedenspreis geehrt
Dresden Lokales Syrische Bildungsaktivistin mit Dresdner Friedenspreis geehrt
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20:29 09.02.2020
Lina Abdalah (l) überreicht in der Semperoper in Dresden Muzoon Almellehan den 11. Internationalen Friedenspreis. Quelle: Ronald Bonss/dpa
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Dresden

Die syrische Bildungsaktivistin und Unicef-Sonderbotschafterin Muzoon Almellehan (21) ist am Sonntag mit dem Dresden-Preis geehrt worden. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt ihren engagierten Einsatz für bessere Bildungschancen für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten, wie der Verein Friends of Dresden Deutschland als Mitveranstalter mitteilte. Der Preis wurde der jungen Aktivistin bei einer feierlichen Veranstaltung in der Semperoper übergeben.

Muzoon Almellehan spricht in der Semperoper. Quelle: Ronald Bonss/dpa

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Almellehan hatte dem Verein zufolge mit ihrem Engagement bereits mit 14 Jahren in einem jordanischen Flüchtlingslager begonnen, wohin sie mit ihrer Familie aus Syrien geflohen war. Dort sei sie von Zelt zu Zelt gegangen und habe Eltern wie Kinder davon überzeugt, wie wichtig Schule sei.

In einer Reihe mit Gorbatschow und Prinz Edward

Heute lebt die Aktivistin in Großbritannien und setzt ihren Einsatz für bessere Bildungschancen für Kinder fort. 2017 wurde sie zur bis dahin jüngsten Botschafterin von Unicef, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.

Muzoon Almellehan sitzt während einer Zeremonie in der Semperoper. Quelle: Ronald Bonss/dpa

Die Internationale Friedensauszeichnung Dresden-Preis wurde zum elften Mal vergeben und von der Klaus Tschira Stiftung gefördert. Ein mit 5.000 Euro dotierter Sonderpreis ging an das soziale Dresdner Musikprojekt „Musaik“. Seit zwei Jahren musizierten dort etwa 80 Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren miteinander und bekommen so eine Bildungschance. Etwa die Hälfte der jungen Musiker hat einen Migrationshintergrund, die meisten kommen den Angaben zufolge aus Syrien.

Bisherige Dresden-Preisträger sind unter anderen der frühere sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow und der britische Herzog von Kent, Prinz Edward.

Von RND/dpa

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