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Lokales Suche nach Abteilungsleiter bei der Stadt scheitert dreimal – jetzt soll mehr Geld her
Dresden Lokales Suche nach Abteilungsleiter bei der Stadt scheitert dreimal – jetzt soll mehr Geld her
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07:43 31.08.2019
Dresden sucht einen Abteilungsleiter für das Straßen- und Tiefbauamt. Quelle: Stefan Sauer/dpa
Dresden

Es ist zum Verzweifeln: Die Stadtverwaltung sucht händeringend einen Abteilungsleiter Straßeninspektion, aber ohne Erfolg. Von November 2017 bis Juli 2018 hat die Verwaltung die Stelle schon drei Mal ausgeschrieben – ohne Erfolg. „Die Verfahren wurden ergebnislos beendet, da die Bewerberinnen und Bewerber nicht die geforderte Qualifikation nachweisen konnten“, heißt es aus dem Haus von Personalbürgermeister Peter Lames (SPD). Der Fachkräftemangel macht auch vor der Stadtverwaltung nicht halt.

Zur Steigerung der Attraktivität der Stelle sei als „letztes probates Mittel“ die Zahlung einer widerruflichen, außertariflichen Zulage vorgesehen. Denn: „Der öffentliche Dienst büßt für die Bewerber/-innen hinsichtlich der Abwägung Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Bezahlung in der Privatwirtschaft deutlich ein“, heißt es in dem Vorschlag des Personalbürgermeisters an den Stadtrat.

Stadt soll 5600 Euro mehr bieten

Konkret geht es darum, mit der Zulage den Abstand von der Entgeltgruppe 14 TVöD, in die die ausgeschriebene Stelle eingruppiert ist, zur Entgeltgruppe 15 aufzuheben. Statt eines Jahresgehalts von 63 450 Euro soll die Stadt 69 050 Euro bieten, sprich 5600 Euro mehr. „Mit der Zahlung soll dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden“, so Lames. Der öffentliche Dienst könne damit als konkurrenzfähiger Arbeitgeber agieren und die Zulage als Personalgewinnungsinstrument nutzen.

Der Stadtrat soll der Zulage auf seiner Sitzung am 30. Oktober zustimmen – ausgeschrieben hat die Verwaltung die Stelle zum vierten Mal längst. Mit dem Verweis an die Interessenten, dass die Option einer außertariflichen Zulage besteht – aber erst nach Zustimmung des Stadtrats.

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