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Lokales Studie: Viele Dresdner lehnen Bebauung des Königsufers ab
Dresden Lokales Studie: Viele Dresdner lehnen Bebauung des Königsufers ab
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10:46 12.05.2019
Die Frauenkirche ist der Primus bei der Frage nach den besten Dresdner Bauwerken. Quelle: xcitepress/ce
Dresden

„Da waren wir auch erst einmal überrascht“, sagt Torsten Kulke, Vorstand der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND). Die Neumarkt-Wächter hatten beim Institut für Soziologie der TU Dresden eine Studie „Architektur in Dresden“ in Auftrag gegeben und eine durchaus unerwartete Antwort erhalten: Gut 45 Prozent der Dresdner wollen das Königsufer lieber nicht bebauen. Einer Bebauung stimmten etwa 18 Prozent zu,m während sich mehr als 30 Prozent für eine teilweise Bebauung erwärmen können.

„Für uns ist das so überraschend nicht“, erklärte der Soziologe Professor Karl-Siegbert Rehberg. „Beim Königsufer haben wir zwar ein Loch, das aber eine Verbindung zur Altstadtsilhouette herstellt. Das erscheint vielen Dresdnern reizvoll.“ Es ge­be wohl keinen Ort, an dem es über 40 Jahre Leit-Ruinen gegeben habe wie Schloss und Frauenkirche in Dresden. „Diese Ruinen haben zur Mythisierung des schönen Dresden beigetragen. Das soll das Königsufer für viele auch tun“, erklärt der Soziologe

Was Kulke wiederum gerne hört: Wenn denn das Königsufer bebaut werden soll, dann bitte mit kleineren Baueinheiten, meinen fast 40 Prozent der Befragten. „Das bestätigt uns, den Ansatz einer klein parzellierten, auf dem historischen Stadtgrundriss liegenden Bebauung weiter zu verfolgen. Die Gebäude sollen sich an historischen Vorbildern orientieren.“

Wenig überraschend ist ein anderes Ergebnis der Studie: Die Dresdner halten Dresden für eine schöne Stadt. Und zwar unabhängig davon, ob sie in Dresden geboren oder zugezogen sind. Eine generelle Ablehnung von moderner Architektur konnten die Verfasser der Studie, zu denen auch Professor Michael Häder gehört, nicht feststellen.

Bei einer Bewertung erhielten aber historische Bauwerke die besten Schulnoten. Die Frauenkirche ist mit einer 1,2 der Primus, gefolgt von den Elbschlössern mit einer 1,3 und Kreuzkirche sowie Taschenbergpalais mit einer 1,5. Am Ende rangiert die Synagoge mit einer 2,7.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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