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Lokales Studenten wollen Gorbitzer Vonovia-Platten bunter machen
Dresden Lokales Studenten wollen Gorbitzer Vonovia-Platten bunter machen
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07:20 19.04.2019
Architekt Thomas Kanthak von der TU Dresden mit den Modellen für die Neugestaltung der Hochhäuser Gorbitz. Quelle: Frank Grätz
Dresden

Der Wohnungskonzern Vonovia will in diesem Jahr das Hochhaus in der Braunsdorfer Straße 125 in Gorbitz sanieren. Das kündigte Vonovia-Regionalgeschäftsführerin Martina Pansa jetzt an. Die drei Hochhäuser in unmittelbarer Nähe am Amalie-Dietrich-Platz 7,8 und 9 sollen mittelfristig ebenfalls saniert werden. Die Plattenbauten vom Typ WHH 17 haben 17 Stockwerke und verfügen über 208 Wohneinheiten, vor allem Ein-Raum-Wohnungen.

Besondere Aufmerksamkeit für die Eingänge

Die Farbkonzepte für die Gestaltung der Wohnhochhäuser haben Architekturstudenten der Technischen Universität Dresden erarbeitet. Um eine praxisnahe Ausbildung zu unterstützen, hat Vonovia bereits zum zweiten Mal einen Wettbewerb ausgelobt. Die Teilnehmer präsentierten ihre Ideen einer Jury, die Sieger wurden mit Sachpreisen – nämlich Fachbüchern – prämiert. Ziel war es laut Vonovia-Sprecherin Bettina Benner, die Gebäude schöner und moderner zu gestalten und gleichzeitig Nachwuchsarchitekten die Chance zu geben, konkrete Ideen für die Praxis zu entwickeln.

Studenten erarbeiten Farbkonzepte für Gorbitzer Platten

Gleich zu Beginn des Studiums erhielten die Architekten die anspruchsvolle Aufgabe, Vorschläge zu erarbeiten, wie sich die Fassaden der vier baugleichen Hochhäuser modern und ansprechend gestalten lässt. „Die Kreativität der Studenten stand im Mittelpunkt, wir haben nur einen groben Rahmen vorgegeben“, erklärte Pansa. So musste das Wandrelief am Gebäude in der Braunsdorfer Straße in die Planungen einbezogen werden.

Die angehenden Architekten sollten dem Eingangsbereich besondere Aufmerksamkeit widmen und bei den drei Plattenbauten am Amalie-Dietrich-Platz forderte die Vonovia ein erkennbares Gestaltungsprinzip.

„Uns gefällt das frische, junge querdenken“

Während der so genannten Farbwochen am Ende des ersten Semesters stellten sich 160 Studenten in Gruppen der Aufgabe. Drei Wochen lang beschäftigten sie sich mit der farblichen Gestaltung von Objekten sowie der Wirkung von Farbe. Professor Ralf Weber, Inhaber des Lehrstuhls RaumGestaltung an der TU, vermittelte die Grundlagen für den Einsatz von Farbe im Innen- und Außenraum.

„Wir versuchen, für die dritte Farbwoche immer reale Aufgabenstellungen zu bearbeiten“, erklärte Thomas Kanthak, Architekt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Architektur. Die Studenten verdeutlichten ihre Ideen mit Zeichnungen und Modellen. 40 Entwürfe sind entstanden. Vonovia hat den Modellbau mit 3000 Euro finanziert und die Preise für die drei Sieger zur Verfügung gestellt.

„Die Bandbreite der Lösungen und die dadurch erzielten sehr unterschiedlichen Wirkungen der Einzelgebäude ist besonders interessant“, erklärte Weber. Vonovia hat angekündigt, die Farbkonzepte der Studenten bei der Sanierung zu berücksichtigen. „Wir sind begeistert. Uns gefällt das frische, junge querdenken“, erklärte Pansa. Die Vonovia werde die Zusammenarbeit mit der TU fortsetzen.

Die Siegerentwürfe:

Gruppe „Wolkenkratzen“: Willy Greim, Lasse Hamann, Maximilian Haupt, Annika Seitz;

„Aufbruch“: Johanna Götz, Eva Klaus, Sara Brendel, Yannic Zeulner;

„FINS“: Nils Wannagat, Annie Vandalewsky, Leon Antonius Vanicek, Friedericke Vick

Von Thomas Baumann-Hartwig

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