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Lokales Striezelmarkt bleibt trotz Sanierung auf Altmarkt
Dresden Lokales Striezelmarkt bleibt trotz Sanierung auf Altmarkt
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15:03 19.09.2018
Der Striezelmarkt bleibt trotz der anstehenden Sanierung auf dem Altmarkt und muss nicht auf den Ferdinandplatz umziehen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Der Striezelmarkt bleibt trotz geplanter Altmarkt-Sanierung an seinem angestammten Platz. Das sagte die städtische Marktchefin Sigrid Förster bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz am Mittwoch im Rathaus. Demnach soll der Platz nach Ende des Winterzaubers 2020 im Februar oder März aufgerissen werden. Anschließend werden zusätzliche Drainagerohre sowie Leitungen für Strom, Internet und Wasser verlegt. Zudem kommen weitere sogenannte Unterflurverteiler in die Erde, also die Punkte, an denen Händler Strom und Wasser entnehmen können.

Im September oder Oktober 2020 sollen diese Arbeiten beendet sein. Der Altmarkt erhält im Anschluss eine provisorische Asphaltdecke, auf der dann die Buden für den Striezelmarkt platziert werden. Einschränkungen soll es keine geben. Frühlings- und Herbstmarkt sollen dagegen auf dem Neumarkt stattfinden, für das Stadtfest 2020 ein Ausweich unterhalb des Kongresszentrums gefunden werden. Nach Ende des Striezelmarkts 2020 wird dann die Asphaltdecke wieder abgetragen und der Altmarkt eine neue Pflasterdecke erhalten. Zum Stadtfest im August 2021 soll alles fertig sein. Die Kosten werden mit rund 6,2 Millionen Euro veranschlagt (DNN berichteten).

Dass so kurz nach der Altmarksanierung zwischen 2007 und 2009 wieder einen tiefgreifenden Umbau gibt, hat der Verwaltung viel Kritik eingebracht – auch von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Geplant war es zunächst, nur die unterirdisch verlaufenden Leitungen neu zu verlegen. Sie sind so gezogen, dass sie bei dem bis 2008 üblichen Striezelmarktaufbau im Schachbrettmuster überirdische Leitungen erübrigten. Doch fand bereits 2009 eine tiefgreifende Umgestaltung des Striezelmarkts statt. Seither gibt es dort Gässchen und Inseln – und viele Kabelbrücken, weil viele Unterflurteiler zu weit weg von den Buden liegen. Hinzu kommt ein gestiegener Strombedarf, wegen neuer Technik und der Ausweitung des Markts. Manche Ecken des Striezelmarkts seien inzwischen mit Strom unterversorgt, sagt Marktchefin Förster. Statt bisher 1000 Kilowatt sollen deshalb künftig 1800 Kilowatt am Altmarkt verfügbar sein. Für die nächsten 15 bis 20 Jahre dürfte die Stromkapazität mit Sicherheit reichen, sagt Amtsleiter Koettnitz. Zumal mehr als die derzeit 233 Buden kaum möglich seien, wie Marktchefin Förster ergänzt. Man habe dennoch an einen Puffer gedacht. Dazu gehört auch, dass künftig rund 50 statt bisher 21 Entnahmestellen für Strom und Wasser, zu denen sechs im Fußweg der Seestraße kommen, für mehr Flexibilität sorgen.

Koettnitz hat ein Jahr voller schlechter Nachrichten in Sachen Altmarkt hinter sich. Bereits 2017 gemachte Untersuchungen haben gezeigt, dass der Untergrund nicht mehr tragfähig ist. Schuld ist eine mangelhafte Entwässerung – Sickerwasser fließt nicht wie geplant über die gering geneigte Dachfläche der Tiefgarage ab. Deshalb ist die unterste Tragschicht dauerhaft durchfeuchtet. „Das könnte schon in den nächsten Jahren zu schweren Schäden führen“, warnt Koettnitz. Etwa wenn schweres Gerät nötig ist, um die Striezelmarktfichte aufzustellen.

Dennoch will man erst 2020 mit der Sanierung beginnen. „Wir sind der Meinung, dass die Augustusbrücke zuvor fertig sein sollte“, begründet Koettnitz. Zumal ohnehin noch die Zustimmung der Stadträte und weitere Planung erforderlich ist. Sie betreffen auch die Sicherung des Platzes vor Anschlägen mit Autos. Für diese sollen zumindest teilweise festverbaute Elemente sorgen, was die inzwischen obligatorischen Nizza-Sperren zum Striezelmarkt überflüssig macht. „Wir werden aber weiter flexible Elemente brauchen – der Platz muss ja zugänglich sein“, sagt Koettnitz.

Von Uwe Hofmann

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