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Lokales Streit um die Waldschlößchenbrücke: Grüne und FDP bekriegen sich
Dresden Lokales Streit um die Waldschlößchenbrücke: Grüne und FDP bekriegen sich
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18:29 09.09.2015
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Dass die Unesco der sächsischen Landeshauptstadt wegen der Waldschlößchenbrücke den Welterbetitel aberkannt hat, sei der "Provinzialität, Borniertheit und Sturheit von CDU und FDP auf Stadt- und Landesebene" geschuldet.

Auf diese drastischen Bemerkungen reagierte gestern der Kreisvorsitzende der Dresdner FDP, Johannes Lohmeyer. "Bei Depressionen soll es ja durchaus hilfreich sein, sich allen Kummer von der Seele zu schreiben. Insofern ist Herrn Lösers Elaborat sicherlich hilfreich für die grüne Selbsterfahrungsgruppe", meint Lohmeyer spitz. Es mache ihn aber vor allem sprachlos, dass ein gewählter Vertreter einer demokratischen Stadtratsfraktion die Umsetzung des Bürgerwillens einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Dresdner als schwarzen Tag für die Stadt empfindet. "Hier sollten die Grünen durchaus selbstkritisch ihr selektives Demokratieverständnis hinterfragen", betont Lohmeyer.

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Unterdessen bemerkt die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Stadtrat, Margit Haase, dass der Bau der Waldschlößchenbrücke zum Verfall der anderen Elbbrücken geführt habe. "Die verkehrlich wichtige Nossener Brücke muss 2014 teilweise für den Schwerlastverkehr gesperrt werden. Wären nicht sämtliche verfügbaren Gelder in den Verkehrszug Waldschlößchenbrücke geflossen, könnten längst die wichtigen Brücken in Dresden saniert und voll funktionsfähig sein."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.08.2013

chs