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Lokales Streit um den Grünen Pfeil: FDP und Freie Bürger halten am Blechschild fest
Dresden Lokales Streit um den Grünen Pfeil: FDP und Freie Bürger halten am Blechschild fest
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15:34 07.01.2019
Der Grüne Pfeil ist umstritten. Aus Sicht der Fußgängerlobby gefährde er besonders Passanten und Radfahrer.
Der Grüne Pfeil ist umstritten. Aus Sicht der Fußgängerlobby gefährde er besonders Passanten und Radfahrer. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Die gemeinsame Stadtratsfraktion von FDP und Freien Bürgern hat die Forderungen des Vereins „Dresden zu Fuß“ zur Ab­schaffung des Grünen Pfeils als „Phan­tomdebatte“ zu­rückgewiesen. „Der Grüne Pfeil ist ein Jahrzehnte lang bewährtes Erfolgsmodell. Statt seiner Ab­schaffung sollte sein vermehrter Ein­satz erwogen werden, weil er den Verkehr flüssiger macht und die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer fördert“, erklärt Fraktionschef Holger Zastrow in Re­aktion auf einen DNN-Bericht.

Die Mitglieder des Vereins sehen durch die Grünpfeile an den Dresdner Ampeln die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer gefährdet. Im Gegenzug biete die aus DDR-Zeiten herübergerettete Regelung kaum Vorteile für Autofahrer, so die Vertreter der Fußgängerlobby, die sich dabei auf die Ergebnisse einer Studie von Verkehrswissenschaftlern der TU Dresden berufen. Ge­­gen­wärtig gibt es 245 Grünpfeile in Dresden – Spitzwert in Deutschland.

Aus Sicherheitsgründen hatte die Stadtverwaltung in den vergangenen drei Jahren tatsächlich be­reits fast 20 Pfeile abnehmen lassen und wertet eigenen Angaben zufolge re­gelmäßig das Unfallgeschehen an den Ampelkreuzungen mit Grünpfeil aus. Ein flächendeckender Ab­bau stehe allerdings nicht zur Debatte, heißt es aus dem Rathaus.

„Die bisherige Praxis, ihn nur dort einzusetzen, wo es in Bezug auf die Verkehrssicherheit und Übersichtlichkeit auch möglich ist, ist richtig“, betont Holger Zastrow. Viele Stellen kämen wegen besonderer Gefährdungspotentiale für Fußgänger und Radfahrer zu Recht nicht in Frage, so der liberale Politiker. „Wir gehen davon aus, dass die Verkehrsbehörden das weiterhin gut einschätzen.“ Der Vorstoß des Fußgängervereins sei unnötig. „Gehäufte Un­fälle oder Gefahrensituationen sind in Dresden nicht feststellbar“, so Fraktionschef Holger Zastrow.

Von seko