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Lokales Streit um Gelder für Unischule
Dresden Lokales Streit um Gelder für Unischule
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15:00 29.08.2018
Symbolfoto. Quelle: dpa
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Dresden

Die Grünen werfen Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) überhöhte Berechnungen zu den Ausgaben für die geplante Universitätsschule vor. Aus einer Vorlage für die Stadträte aus Vorjohanns Geschäftsbereich sei weder ersichtlich, welche Ausstattung die Universitätsschule braucht, noch welcher Anteil bereits über Fördermittel abgedeckt ist, kritisierte die Bildungspolitikerin der Grünen, Ulrike Caspary, in einer Erklärung.

Insgesamt rechnet die Stadt nach der Vorlage für den Stadtrat im Kalenderjahr 2019 mit Mehrausgaben für die Universitätsschule von 314 000 Euro, die sich über 2020 (411 000 Euro), 2021 (541 000 Euro) bis 2024 auf 844 000 Euro erhöhen. Vor allem geht es dabei um Ausgaben für die Digitalisierung und die Ganztagsbetreuung. Obwohl es an der Schule keinen Hort geben soll, berechnet Vorjohann Kosten für hortähnliche Betreuungselemente.

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Aus den Reihen der CDU war darauf die Forderung laut geworden, die TU müsse sich an den Mehrkosten beteiligen. Zusatzausgaben in Millionenhöhe dürften nicht an der Stadt hängen bleiben, erklärte die CDU-Bildungspolitikerin Heike Ahnert.

Caspary stellte dagegen fest, ihr sei unklar, weshalb Vorjohann den Stadtrat zum Kauf überteuerter Computer auffordere. Es gebe Strategien die Modelle kostengünstiger anzuschaffen. Außerdem habe die TU Dresden nach eigenen Angaben bereits Fördermittel für die Computer und die Software eingeworben. Caspary kritisierte zudem die Angaben zu den hortähnlichen Betreuungskosten. „Der Betrag entspricht der Summe, die an jeder anderen kommunalen Grundschule durch die Stadt aufgebracht wird. Wo ist hier ein Zusatzaufwand?“ Außerdem würden Mittel für interaktive Tafeln in jedem Klassenraum gefordert, die die Universitätsschule gar nicht brauche. Die Verwaltung sollte zunächst klären, was die Unischule wirklich benötigt, dann könne eine Vorlage erstellt werden und abgestimmt mit Betroffenen an den Stadtrat gehen.

Von Ingolf Pleil

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