Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Straßenkampf in Dresden: Anwohner sperren Kesselsdorfer Straße
Dresden Lokales Straßenkampf in Dresden: Anwohner sperren Kesselsdorfer Straße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:48 24.10.2018
Der Ausbau der Kesselsdorfer Straße bleibt umstritten. Quelle: Dietrich Flechtner
Anzeige
Dresden

Mehrere Initiativen und Gruppierungen haben für Freitagnachmittag zu einem „Aktionstag für einen echten Kesselsdorfer Boulevard“ aufgerufen. Ab 16 Uhr wollen die Initiatoren an der Haltestelle Bünaustraße den Stadtraum umgestalten, Sitzmöglichkeiten zum Austausch bereitstellen und über die aktuellen Planungsvarianten diskutieren, heißt es in einer Ankündigung. Gegen 18 Uhr soll eine symbolische Straßensperrung stattfinden, um Alternativen zur „vierspurigen, schnellstraßenähnlichen Planungsvariante“ aufzuzeigen, wie es in dem Aufruf heißt.

Die InitiativeKesselsdorfer Boulevard“ fordert einen zweispurigen Ausbau der Kesselsdorfer Straße ab der Kreuzung Wernerstraße. „Stadtteilzentren wie die Kesselsdorfer Straße können viel mehr als Durchfahrtsstraßen sein“, erklärte die Initiative. Ein autofreier Abschnitt zwischen Bünaustraße und Wernerstraße sei ebenso möglich wie eine Sanierung im Bestand oder ein zweispuriger Ausbau zwischen Wernerstraße und Rudolf-Renner-Straße.

Nach einer Studie der Stadtverwaltung sind die Ziele der Initiative allerdings unrealistisch. Ein zweispuriger Ausbau würde nicht nur massive Nachteile für den Autoverkehr mit sich bringen, sondern auch die Straßenbahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe ausbremsen. Laut der Studie wird die Kesselsdorfer Straße vor allem von Anwohnern der Wohngebiete in Löbtau genutzt und weniger vom Durchgangsverkehr.

Der Stadtbezirksbeirat Cotta befasst sich am 1. November erneut mit dem Ausbau der Kesselsdorfer Straße. Bereits im Mai hatte das Gremium mit knapper Mehrheit für einen vierspurigen Ausbau gestimmt. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau des Stadtrats hatte aber die Variantenuntersuchung in Auftrag gegeben, die der breiten Variante den Vorzug gibt. Nun sollen die Ergebnisse im Stadtbezirksbeirat vorgestellt werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

24.10.2018
Lokales Prozess wegen Elektroschrott - Deutsche Umwelthilfe verklagt Cyberport
24.10.2018