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Lokales Straßenbahnhof Waltherstraße öffnet am Sonnabend sein Depot
Dresden Lokales Straßenbahnhof Waltherstraße öffnet am Sonnabend sein Depot
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13:21 18.10.2019
Zwei ET57-Arbeitstriebwagen haben die Dresdner Verkehrsbetriebe im Einsatz. Einer von ihnen wird nach 61 Dienstjahren ausgemustert und ist am Besuchertag im Straßenbahnhof Waltherstraße noch einmal zu sehen. Quelle: Jürgen Herrmann/DVB
Dresden

Am Sonnabend kommen technikbegeisterte Fotografen und Nahverkehrsfreunde auf ihre Kosten. Von 9 bis 12 Uhr öffnen die Dresdner Verkehrsbetriebe im Straßenbahnhof Waltherstraße die Tore und präsentieren dort Straßenbahn-Arbeitswagen. Der Besuch ist kostenfrei.

Zu sehen sind schienengebundene Arbeitsfahrzeuge, Baumaschinen und Zweiwegefahrzeuge. Unter anderem können der Oberleitungsmesswagen und die beiden ET57-Arbeitstriebwagen besichtigt und fotografiert werden. Einer der beiden ET57 ist letztmalig dabei. Nach 61 Dienstjahren steht seine Ausmusterung unmittelbar bevor. Präsentiert wird auch der Tatra-Zug mit vorgespanntem Schneepflug, der schon für den Einsatz im Winterdienst bereit ist. Aus technischer Sicht interessant sei auch der Unimog mit angebauter Schneeschleuder, heißt es von den Verkehrsbetrieben. Dieses Fahrzeug müsse mit viel Gefühl bedient werden, könne falls notwendig aber größere Schneemengen von den Schienen räumen.

Über Jahrzehnte Heimat der Fahrschule für Straßenbahnfahrer

Als besonderer Höhepunkt des Besuchertages gilt der große selbstfahrende Schienenkran aus dem Jahr 1928. Dieser Wagen war noch bis 1999 im Einsatz. Neu aufpoliert präsentiert sich der Kran seit letztem Jahr wieder der Öffentlichkeit. Auf besonderen Wunsch können die Fahrzeuge fotogerecht umrangiert werden. Sachkundige Mitarbeiter beantworten vor Ort Fragen zur Spezialtechnik.

Der Straßenbahnhof Waltherstraße wurde am 5. Oktober 1926 als Dresdens seinerzeit größter und modernster Straßenbahnhof in Betrieb genommen. Im Krieg schwer beschädigt und anschließend wieder aufgebaut, wurden dort noch bis 1996 Linienfahrzeuge abgestellt und gewartet. Darunter auch die Hechtwagen und später Tatra-Bahnen.

Im Straßenbahnhof Waltherstraße Quelle: DVB

Seit 1996 stehen die meisten Straßenbahnen der Waltherstraße in Gorbitz. Dort ist auch der größte Teil der Werkstattkapazitäten angesiedelt. Die Verwaltungsgebäude auf der Waltherstraße waren über Jahrzehnte Heimat der Fahrschule für Straßenbahnfahrer. Mittlerweile ist diese in den Betriebshof Trachenberge umgezogen. Von ehemals sieben Abstellhallen sind heute noch vier durch Schienenfahrzeuge zu befahren. Sie wurden in den letzten Jahren schrittweise saniert.

Der ehemalige Straßenbahnhof dient heute als Abstellhalle für Bau- und Spezialfahrzeuge, als Lager, als Sitz der Schienen- und Fahrleitungsfachleute sowie verschiedener technischer Werkstätten. Außerdem befindet sich die Kleiderkammer, in der die weinrote DVB-Dienstkleidung ausgegeben wird, mit im Objekt.

Von uh

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