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Lokales Stillstand bei Städtebahn Sachsen - Ersatzbusse zum Schulanfang
Dresden Lokales Stillstand bei Städtebahn Sachsen - Ersatzbusse zum Schulanfang
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14:26 13.08.2019
Ersatzverkehr soll für die Städtebahn Sachsen eingerichtet werden. Quelle: dpa
Pirna

Da unklar ist, wann die insolvente Städtebahn Sachsen ihren Betrieb wieder aufnimmt, sollen zum Schulbeginn Ersatzbusse auf den Strecken fahren. 16 zusätzliche Busse und mehr als 30 Fahrer sollen den Nahverkehr sicherstellen, teilte ein Sprecher des Verkehrsbunds Oberelbe (VVO) am Dienstag mit. Sollte der Zugverkehr rasch wieder rollen, würden Busse und Bahnen einige Tage parallel fahren.

Zwar werde die Wiederaufnahme des Zugverkehrs in der kommenden Woche angepeilt - allerdings sei zunächst unklar, an welchem Tag er wieder starten könne, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Stephan Laubereau auf Anfrage. Gegen Ende der Woche soll ein Termin bekannt gegeben werden.

Busse zwischen Pirna und Neustadt und im Müglitztal

Nun sollen zwischen Pirna und Neustadt ebenso wie im Müglitztal Busse verkehren. Auch zwischen Dresden und Königsbrück sind Busse im Stundentakt geplant. Zudem sollen auf der Bahnlinie Kamenz und Dresden Busse fahren - zumindest bis Radeberg. Von dort besteht Anschluss nach Dresden.

Die Städtebahn Sachsen hatte vor knapp drei Wochen den Betrieb überraschend rund um Dresden eingestellt und Insolvenz angemeldet, nachdem der VVO ihr den Betreibervertrag gekündigt hatte. Als Grund für die Einstellung des Zugverkehrs hatte die Städtebahn Schäden an Zügen genannt und dafür die DB Netz AG verantwortlich gemacht. Diese habe die Trassen nicht von Vegetation frei gehalten. Die Bahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Städtebahn-Aus: Was bisher geschah

Am 25. Juli, einem Donnerstag, standen alle Triebwagen der Städtebahn Sachsen still. Die Nachricht traf viele Pendler überraschend, die Städtebahn hatte das plötzliche Aus vorher nicht angekündigt. 90 Städtebahn-Mitarbeiter standen vor verschlossenen Türen und Zügen. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) organisierte einen Ersatzverkehr mit Bussen, der ab dem Nachmittag griff. Der VVO forderte die Städtebahn auf, unverzüglich den Verkehr wieder aufzunehmen.

Hintergründe der Betriebseinstellung werden bekannt: Die Städtebahn hatte sich mit dem Leihgeber der Dieseltriebwagen Alpha Trains derart verkracht, dass dieser die Leasingverträge gekündigt hatte. Die Städtebahn steht seither ohne Züge da.

Am 28. Juli, drei Tage nach Einstellung des Verkehrs, kündigt der VVO den eigentlich noch bis 2024 laufenden Verkehrsvertrag. Damit wird der Weg frei für eine Notvergabe der Verkehrsleistung an ein anderes Unternehmen. Es sei eine Frage von Wochen, nicht aber Monaten, bis wieder Züge fahren, heißt es vom VVO.

Am 29. Juli wird bekannt, dass die Städtebahn Sachsen insolvent ist. Insolvenzverwalter ist der Aschaffenburger Anwalt Stephan Laubereau. Er nimmt Gespräche mit allen Beteiligten auf mit dem Ziel, so bald wie möglich wieder Städtebahnzüge fahren zu lassen. Die Gesellschaft, in der die Städtebahn-Werkstatt bei Ottendorf-Okrilla verankert ist, gehört zwar nicht zum insolventen Betriebsteil, trotzdem werden die Mitarbeiter dort entlassen.

Am 9. August folgt die gute Nachricht für Pendler: Die Bahn wird den Betrieb voraussichtlich am 19. August schrittweise wieder aufnehmen.

Von dpa

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