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Lokales Stationsloses Carsharing in Dresden: Anbieter tritt auf die Euphoriebremse
Dresden Lokales Stationsloses Carsharing in Dresden: Anbieter tritt auf die Euphoriebremse
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11:11 29.12.2018
Carsharing wird auch in Dresden immer beliebter. Quelle: PR/teilAuto.net
Dresden

Im Sommer hat der Carsharing-Anbieter Teilauto in Dresden bei den Kunden die 10 000er-Marke geknackt, bietet inzwischen im gesamten Stadtgebiet fast 300 Fahrzeuge zum hineinteilen an. Die Autos stehen an insgesamt 170 Stationen, können nur dort entliehen und müssen auch genau wieder an der selben ab­gegeben werden. Im­mer wieder drängen Dresdner Kunden aber auch auf das so­ ge­nannte stationslose Carsharing – ein Mo­dell, das das Unternehmen bereits in Leipzig anbietet. Eine rasche Umsetzung in Dresden wird es aber nicht geben, tritt Teilauto jetzt auf die Euphoriebremse.

Bei dem stationslosen Carsharing können die Nutzer die Autos dort entleihen, wo sie gerade herumstehen – und sie auch in­nerhalb eines festgelegten Um­kreises wieder an einem x-beliebigen Ort abstellen. Seit zehn Monaten testet der in vielen Städten Mitteldeutschlands aktive Anbieter das Konzept als Ergänzung zum klassischen Carsharing-Modell in Leipzig, bietet das stationslose Entleihen dort unter dem Begriff Cityflitzer an.

Doch auch aus der sächsischen Landeshauptstadt, so bestätigt das Unternehmen auf seiner Internetseite, ge­be es in­zwischen „vie­le An­fragen dazu, wann Ci­tyflitzer nun endlich auch in Dresden startet.“ Teilauto bittet allerdings um Ge­duld. Ein zeitgleicher Start des stationslosen Car­sharing in beiden mitteldeutschen Me­­tropolen hätte die Möglichkeiten des An­bieters einerseits überfordert. Und: In Dresden komme noch die Besonderheit hinzu, dass die innenstadtnahen Wohngebiete fast komplett in Parkraumbewirtschaftung sind.“ Das aktuelle Leipziger Modell würde so in der Elbstadt gar nicht funktionieren, heißt es weiter.

Um in Dresden das stationslose Konzept zu etablieren, müssten zunächst entsprechende Parklizenzen vereinbart werden. Erste Gespräche dazu mit den Verantwortlichen im Dresdner Rathaus habe es bereits gegeben. Allerdings seien noch keine konkret annehmbaren Angebote da­­raus entstanden, informiert Teilauto.

Das Unternehmen hatte sich zunächst sehr zurückhaltend bei der Einführung des stationslosen Carsharing gezeigt – gibt es doch ganz erhebliche Zweifel an der umweltentlastenden Wirkung dieses Mo­dells. Da es jedoch „bestimmte Nutzungssituationen gibt, die ein stationsloses Modell abdecken kann“, habe sich Teilauto schließlich doch nach intensiver Diskussion dazu durchgerungen.

Von seko

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