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Lokales Start der neuen 148. Grundschule im Hechtviertel wackelt
Dresden Lokales Start der neuen 148. Grundschule im Hechtviertel wackelt
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18:14 19.09.2018
Die geplante Vorgründung der 148. Grundschule im Hechtviertel steht auf der Kippe. Quelle: dpa
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Dresden

Eigentlich sollte die neu gegründete 148. Grundschule im kommenden Jahr an der 30. Grundschule „Am Hechtpark“ starten. Dort sollte das Schulprojekt in aufgestellten Unterrichtscontainern anlaufen, bis das eigene Schulgebäude an der Lößnitzstraße fertig ist. So teilte es auch vergangene Woche noch die Stadtverwaltung mit. Doch nun steht die geplante Vorgründung auf der Kippe.

Besonders von der Schulgemeinschaft der 30. Grundschule seien viele Bedenken an das Schulverwaltungsamt übermittelt worden, teilt die Stadt auf DNN-Anfrage mit. Deshalb werde nun nach alternativen Standorten für die Unterbringung der neuen Schule gesucht.

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Das Schulverwaltungsamt schätzt selbst ein, „dass die Rahmenbedingungen im bereits hoch ausgelastete nSchulhaus der 30. Grundschule nicht besonders gut sind.“ Die Unterbringung der 148. Grundschule mit zwei Klassen im Schuljahr 2019/2020 stelle sich daher als schwierig dar. Verstärkt werde diese Situation durch die laufenden und neu anstehenden Baumaßnahmen im Schulhaus an der Hechtstraße.

Die Stadt ist zwar weiterhin der Auffassung, dass bei gutem Zusammenwirken aller Beteiligten die Vorgründung der 148. Grundschule im Hechtviertel möglich wäre. „Das Schulverwaltungsamt nimmt jedoch die Bedenken der Schulgemeinschaft ernst und ist deshalb nochmals in eine Alternativenprüfung eingetreten. Diese wird intern und unter Einbeziehung der Betroffenen erfolgen und wenige Wochen benötigen“, so Stadtsprecher Karl Schuricht.

Als alternativer Standort soll nach Informationen des grünen Ortsbeirates Oliver Mehl die 153. Grundschule in der Friedrichstadt im Raum stehen. „So erfreulich diese Variante für die 30. Grundschule, deren Schüler, Eltern, Lehrer und Erzieher wäre, so bedauerlich ist sie für den Stadtteil“, kritisiert Mehl. „Bei dieser Lösung zahlen die Schüler im Ortsamtsbereich mit weiten Wegen und Schülerverkehr die Zeche für das Aussitzen bei der notwendigen Kapazitätserweiterung im Grundschulbereich. Mit solch einer Notlösung auf dem Rücken der Schüler und Eltern der Neustadt sind wir nicht einverstanden.“ Ob das Gebäude der 153. Grundschule überhaupt als Standort für die interimsmäßige Unterbringung der 148. Grundschule infrage kommt, lässt die Stadtverwaltung unkommentiert.

Bis zum Sommer 2020 will die Stadt einen Neubau für die 148. Grundschule an der Lößnitzstraße hochziehen lassen. Die Schule soll zweizügig betrieben werden. Der Neubau inklusive Hortbereich und einer Einfeldsporthalle kostet insgesamt 16,5 Millionen Euro.

Von Junes Semmoudi

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