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Lokales Mysteriöses Plakat fordert Umbau der Tabakfabrik zur Moschee
Dresden Lokales Mysteriöses Plakat fordert Umbau der Tabakfabrik zur Moschee
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20:37 11.04.2019
Ein mysteriöses Plakat sorgt derzeit für Irritationen im Stallhof. Quelle: D. Campesino
Dresden

AfD-Stadtrat Gordon Engler hat eine offizielle Anfrage an Oberbürgermeister Dirk Hilbert gestellt. Anlass ist ein mysteriöses Plakat, welches derzeit im Stallhof zu sehen ist.

Im Design der Kulturhauptstadtbewerbung zeigt es die Yenidze im Abendrot, versehen mit der Ankündigung: „Dresden - neue Heimat für Muslime attraktiver machen: Yenidze wird zur Moschee“.

Für Irritation in der AfD-Fraktion sorgte vor allem das fehlende Impressum, das Rückschlüsse auf die Urheber des Plakats unmöglich macht.

AfD-Fraktion um Aufklärung bemüht

Im weiteren Plakattext wird unterdessen das angestrebte Vorhaben mit Argumenten unterfüttert und die vermeintliche Initiative der Kulturhauptbewerbung lobend hervorgehoben:

„Es gibt derzeit drei eingetragene Moscheegemeinden in Dresden. Zusammengenommen haben die Gemeinden weniger als 1000 Mitglieder. Die bestehenden Moscheen sind äußerlich wenig repräsentativ und zum Teil nicht sehr zentral gelegen. Islamfeindliche Hetze ist in Dresden Alltag – keine besonders einladende Stadt also. Wenn Dresden mit der Kulturhauptstadtbewerbung eine „Neue Heimat“ werden soll, dann auch für alle. In diesem Sinne wäre es ein tolles Zeichen, wenn die in der Innenstadt gelegene Tabakfabrik Yenidze zur Moschee und Kulturzentrum werden und Dresden somit ein Stück Toleranz und Diversität vorlegen könnte.“

AfD-Stadtrat Engler ist geneigt, an einen verspäteten Aprilscherz zu glauben, sein Amüsement hält sich jedoch in Grenzen: „Unmöglich scheint heutzutage ja nichts mehr zu sein. Die AfD-Fraktion ist jedenfalls um Aufklärung bemüht, ob es sich nur um einen schlechten Scherz handelt oder tatsächlich ein Zusammenhang mit der Dresdner Kulturhauptstadtbewerbung besteht.“

„Nach unserem Kenntnisstand ist der Urheber des Plakates Armada of Arts, ein in Dresden ansässiges künstlerisches Aktionsbündnis, welches Theater als Form für Fragen der sozialen Gerechtigkeit, Politik und Schönheit betrachtet“, erklärte der Geschäftsbereich Kultur der Stadtverwaltung.

Das Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025 habe das Bündnis mit seinen „Story-Walks der PPNews“ im Rahmen einer Projektförderung unterstützt. Die Plakatkampagne sei kein Bestandteil des von der Verwaltung geförderten Projektes. Ziel der Kulturhauptstadtbewerbung sei es, die Dresdner Bevölkerung aktiv in den Prozess und die Diskussion um das Motto „Neue Heimat Dresden 2025“ einzubeziehen. „Wir freuen uns, wenn dies von Seiten der Stadtgesellschaft und der Kreativszene der Stadt, in diesem Falle durch das Künstlerkollektiv, aufgegriffen wird. Letztlich geht es um politische Kunst als Reaktion auf ein gesellschaftliches Klima“, erklärte der Geschäftsbereich.

Das Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025 sehe Artikel 5 des Grundgesetztes als elementaren Bestandteil der demokratischen Rechtsordnung. „Für die inhaltliche/künstlerische Auseinandersetzung sehen wir uns jedoch nicht verantwortlich.“

https://armadaofarts.org/wp-content/themes/armadaofarts/seite1.html

Von Thomas Baumann-Hartwig

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