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Lokales Städtisches Klinikum erweitert in Dresden-Friedrichstadt OP-Kapazitäten
Dresden Lokales Städtisches Klinikum erweitert in Dresden-Friedrichstadt OP-Kapazitäten
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18:00 07.12.2019
Barbara Klepsch (l.), Kristin Kaufmann und Jürgen Richter schlugen die ersten Verbindungsanker ein. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Organe werden dreidimensional sichtbar, Gefäße können direkt betrachtet werden und Röntgen ist jederzeit möglich – das will das Städtische Klinikum Friedrichstadt seinen Chirurgen ermöglichen. Dafür werden nun rund 12,5 Millionen Euro in einen Anbau investiert, der direkt neben Haus C errichtet wird. Die ersten drei von insgesamt 1000 Verbindungsstücken, sogenannten Ankern, wurden am Donnerstag von Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU), Sozialbürgermeistern Kristin Kaufmann (Linke) und dem kaufmännischen Direktor des Klinikums, Jürgen Richter, in die Wand geschlagen.

Im ersten Obergeschoss des zweigeschossigen Anbaus soll ein sogenannter Hybrid-Operationssaal Platz finden. Hier können die Chirurgen während den Operationen bildgebende Verfahren nutzen. So können beispielsweise in Echtzeit Gefäße sichtbar gemacht oder Organe in dreidimensionaler Sichtweise dargestellt werden. Außerdem ist die Strahlenbelastung für Patient und Operateur um die Hälfte geringer als in anderen OP-Sälen.

Der neue Saal soll künftig von Neuro- und Gefäßchirurgen sowie vom Wirbelsäulentherapiezentrum genutzt werden. Davon profitieren laut Städtischem Klinikum vor allem Patienten aus der Unfall- und Tumorchirurgie sowie Schlaganfallpatienten. Im Erdgeschoss wird es nach Fertigstellung eine Angiografie-Anlage geben. Damit können Gefäße durch verschiedene bildgebende Verfahren dargestellt werden. Das erleichtert es den Medizinern, Gefäßerkrankungen zu diagnostizieren.

Im Sommer soll der Rohbau stehen

Das Sozialministerium steuert mit zehn Millionen Euro den Löwenanteil der Baukosten zu. Von der Stadt kommen rund 850 000 Euro und der Rest werde „über pauschale Fördermittel, Kredite und Eigenmittel“ finanziert, heißt es seitens des Klinikums. Im kommenden Sommer soll der Rohbau stehen. Die ersten Patienten werden jedoch frühestens Anfang 2021 im neuen OP-Saal operiert.

Ministerin Klepsch betonte, dass das Städtische Klinikum weiter gefestigt werde und künftig mehr in die sächsische Krankenhauslandschaft investiert werden soll. Das Klinikum hat seit einiger Zeit mit roten Zahlen zu kämpfen.

Erst Ende Oktober teilte Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) dem Stadtrat mit, dass die Geschäftsführung in diesem Jahr mit einem Jahresverlust von rund neun Millionen Euro ausgehe. Geplant waren fünf Millionen. Obwohl der Eigenbetrieb nach dem Minus von 11,3 Millionen Euro im letzten Jahr umfangreiche Spar- und Sanierungsmaßnahmen ankündigte, konnte das Ziel nicht erreicht werden. Ein Grund dafür sei laut Lames, dass zu wenig Patienten behandelt werden. Das könnte sich mit dem neuen Projekt und den damit verbundenen höheren OP-Kapazitäten spätestens 2021 ändern.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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