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Lokales Städtisches Klinikum braucht Millionen von der Stadt
Dresden Lokales Städtisches Klinikum braucht Millionen von der Stadt
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21:21 19.04.2018
Quelle: dpa
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Dresden

Das städtische Klinikum braucht städtische Gelder in Millionenhöhe. Das erklärte Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) auf Anfrage von Jens Matthis (Die Linke) vor dem Stadtrat. In den städtischen Doppelhaushalt für 2019/2020 sollten 14 Millionen Euro eingestellt werden. Mittelfristig würden 33 Millionen Euro fehlen. Den kurzfristigen Finanzbedarf des Klinikums gab Kaufmann mit 93 Millionen Euro an. Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 des Eigenbetriebes stehen sogar 100 Millionen Euro (DNN berichteten).

Für den Finanzbedarf des Klinikums machte Kaufmann die Politik des Freistaats verantwortlich. Während Universitätskliniken ihren Investitionsbedarf zu 100 Prozent finanziert bekämen, müssten andere Träger 20 Prozent der Investitionen selbst beisteuern. Das Städtische Klinikum verfüge insbesondere in Friedrichstadt über hochmoderne Medizin in altehrwürdigen Gemäuern. In den vergangenen Jahren sei der Bestandserhalt der Gebäudesubstanz nicht in ausreichendem Maß gesichert worden, sagte die Sozialbürgermeisterin. Das führe jetzt zu hohen Investitionskosten.

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Bauen in historischen Gebäuden sei mit Problemen verbunden, die in mehreren Fällen zu einer Verlängerung der Bauzeit bei Vorhaben des Klinikums geführt hätten, etwa beim Haus N in Friedrichstadt, das am 25. Juni eröffnet werde und nicht wie geplant Ende des vergangenen Jahres, sagte Bürgermeisterin Kaufmann. Auch der Neubau der Intensivstation im Krankenhaus Neustadt werde erst verspätet im August ans Netz gehen.tbh

Von tbh