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Lokales Nach Verlust-Jahr: Vorsichtiger Optimismus beim Klinikum Dresden
Dresden Lokales Nach Verlust-Jahr: Vorsichtiger Optimismus beim Klinikum Dresden
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17:24 13.03.2019
Das Städtische Klinikum Dresden – hier am Standort Friedrichstadt – will dieses Jahr positive Schlagzeilen schreiben. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die schlechte Nachricht zuerst: Das Städtische Klinikum Dresden hat das Jahr 2018 mit einem Minus von 11,3 Millionen Euro abgeschlossen. Das Ergebnis hatte sich im Herbst 2018 abgezeichnet, ist aber noch schlechter ausgefallen als prognostiziert. Ursache war ein weiteres Absinken der erbrachten Leistungen im Dezember, ein massiver Anstieg der Überstunden in den Bereichen Pflege und Funktionsdienst sowie nicht realisierte Einsparungen bei den medizinischen Sachkosten.

Die gute Nachricht: Die ersten beiden Monate des Jahres 2019 geben zu vorsichtigem Optimismus Anlass. Die Ergebnisse liegen höher als in den beiden Jahren zuvor. „Wir stellen uns 2019 der Herausforderung, unsere Patienten in gewohnt hoher Qualität zu versorgen und gleichzeitig zurück in wirtschaftlich sichereres Fahrwasser zu kommen. Dass uns das gelingt, davon bin ich überzeugt“, betonte Jürgen Richter, Kaufmännischer Direktor des Klinikums.

Bündelung der Kompetenz stärkt die Versorgung

Neue Angebote und eine bessere Infrastruktur würden die Versorgung nicht nur der Dresdner stärken, sondern auch der Bewohner in der Region. So stelle das Klinikum mittels Telemedizin die medizinische Expertise der Radiologie in Ostsachsen zur Verfügung. Das Leistungssegment Nephrologie/Dialyse sei zum 1. März vom Weißen Hirsch nach Neustadt/Trachau verlagert worden und stärke die Leistungsfähigkeit dieses Bereiches als Akutstandort.

Ebenfalls seit 1. März würden alle rheumatologischen Patienten in der Medizinischen Klinik 1 am Standort Friedrichstadt versorgt. Auch diese Leistungen wurden auch am Weißen Hirsch erbracht, die Bündelung der Kompetenz stärke die Versorgung weiter. In einem nächsten Schritt plane die Krankenhausleitung die Stärkung der Kardiologischen Versorgung am Weißen Hirsch durch die Konzentration der Stationen und den Ausbau der Psychiatrischen Versorgung.

Klinikum profitiert demnächst von Festlegungen für strukturierte Notfallversorgung

Mit der Ausweisung des Onkologischen Zentrums im Krankenhausplan würden nicht nur die hohe Qualität der interdisziplinären Versorgung von Krebspatienten bestätigt, sondern diese Leistungen auch entsprechend honoriert. Darüber hinaus profitiere das städtische Klinikum demnächst von den Festlegungen für eine strukturierte Notfallversorgung.

Das PflegepersonalStärkungsGesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat für das Klinikum positive Auswirkungen: Die Verjährungsfrist für Ansprüche der Krankenkassen ist von vier auf zwei Jahre gesenkt worden. Die Kassen mussten alle strittigen Abrechnungen des Klinikums vor dem 1. Januar 2017 bis zum 9. November gerichtlich geltend machen. Dabei sind einige mögliche Forderungen verjährt und das Klinikum konnte die Rückstellungen, die es für die Rückforderungsrisiken bilden musste, auflösen und in den Etat einspeisen.

Leistungszuwachs von etwa 3 Prozent

Wie Viviane Piffczyk, Sprecherin des Städtischen Klinikums, erklärte, werden die energetische Sanierung und Klimaschutzthemen der Krankenhäuser vom Bund gefördert. „Das schützt nicht nur die Umwelt, sondern hilft, Betriebskosten zu sparen.“

Der Wirtschaftsplan für 2019 sieht einen Leistungszuwachs von etwa 3 Prozent und ein geplantes Minus im Jahresabschluss von etwa 5 Millionen Euro vor. „Die Leistungsentwicklungen im Januar und Februar 2019 erreichen diese Planwerte“, heißt es im aktuellen Bericht zum Geschäftsverlauf.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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