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Lokales Städtebahn fährt ab Montag wieder von Dresden nach Ottendorf-Okrilla
Dresden Lokales Städtebahn fährt ab Montag wieder von Dresden nach Ottendorf-Okrilla
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13:35 30.08.2019
Ein Triebwagen der Städtebahn auf einem gesicherten Gleis am Bahnhof Friedrichstadt. Hier „parkten“ die Züge während des Stillstands. Quelle: Roland Halkasch
Dresden

Die insolvente Städtebahn Sachsen will von Montag an den Betrieb auf einer weiteren Strecke wieder aufnehmen. Die Züge sollen von Dresden-Neustadt bis nach Ottendorf-Okrilla nach Fahrplan im Stundentakt rollen, ‎wie der vorläufige Insolvenzverwalter Stephan Laubereau am Freitag mitteilte. Von Ottendorf-Okrilla sollen Ersatzbusse bis nach Königsbrück verkehren.

In Richtung Dresden fahren bereits wieder zwei Züge ab Königsbrück. Die gesamte Strecke könne derzeit noch nicht bedient werden, da die Fahrzeugflotte noch nicht wieder vollständig zur Verfügung stünde, hieß es. Ab der nächsten Woche stehen der Städtebahn elf Fahrzeuge zur Verfügung.

Vorwürfe an die Deutsche Bahn

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass die Züge bald auf allen Strecken wieder rollen‎“, erklärte Stephan Laubereau. Seit dem 19. August verkehren wieder Züge auf den Strecken von Dresden nach Kamenz und von Heidenau nach Altenberg. Der Verkehr von Pirna nach Neustadt und Sebnitz (RB 71) läuft weiterhin über Busse.

Die Städtebahn hatte Ende Juli überraschend den Betrieb eingestellt und Insolvenz angemeldet, nachdem der VVO den Betreibervertrag gekündigt hatte. Als Grund für die Einstellung des Zugverkehrs hatte die Städtebahn Schäden an Zügen genannt und dafür die DB Netz AG verantwortlich gemacht. Diese habe die Trassen nicht von Vegetation frei gehalten. Die Bahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Immer wieder waren Züge der Städtebahn mit Bäumen und Ästen kollidiert

Städtebahn Sachsen beschwert sich über mangelnden Grünschnitt

Chronik der Ereignisse

Am 25. Juli, einem Donnerstag, standen alle Triebwagen der Städtebahn Sachsen still. Die Nachricht traf viele Pendler überraschend, die Städtebahn hatte das plötzliche Aus vorher nicht angekündigt. 90 Städtebahn-Mitarbeiter standen vor verschlossenen Türen und Zügen. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) organisierte einen Ersatzverkehr mit Bussen, der ab dem Nachmittag griff. Der VVO forderte die Städtebahn auf, unverzüglich den Verkehr wieder aufzunehmen.

Hintergründe der Betriebseinstellung werden bekannt: Die Städtebahn hatte sich mit dem Leihgeber der Dieseltriebwagen Alpha Trains derart verkracht, dass dieser die Leasingverträge gekündigt hatte. Die Städtebahn steht seither ohne Züge da.

Am 28. Juli, drei Tage nach Einstellung des Verkehrs, kündigt der VVO den eigentlich noch bis 2024 laufenden Verkehrsvertrag. Damit wird der Weg frei für eine Notvergabe der Verkehrsleistung an ein anderes Unternehmen. Es sei eine Frage von Wochen, nicht aber Monaten, bis wieder Züge fahren, heißt es vom VVO.

Am 29. Juli wird bekannt, dass die Städtebahn Sachsen insolvent ist. Insolvenzverwalter ist der Aschaffenburger Anwalt Stephan Laubereau. Er nimmt Gespräche mit allen Beteiligten auf mit dem Ziel, so bald wie möglich wieder Städtebahnzüge fahren zu lassen. Die Gesellschaft, in der die Städtebahn-Werkstatt bei Ottendorf-Okrilla verankert ist, gehört zwar nicht zum insolventen Betriebsteil, trotzdem werden die Mitarbeiter dort entlassen.

Am 9. August folgt die gute Nachricht für Pendler: Die Bahn wird den Betrieb voraussichtlich am 19. August schrittweise wieder aufnehmen.

Von dpa

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