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Lokales Stadtratsmehrheit will Sozialkaufhaus und Sozialen Möbeldienst unterstützen
Dresden Lokales Stadtratsmehrheit will Sozialkaufhaus und Sozialen Möbeldienst unterstützen
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15:01 18.05.2018
Das Sozialkaufhaus an der Könneritzstraße 25 muss umziehen. Der Mietvertrag ist gekündigt worden. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Der Soziale Möbeldienst und das Sozialkaufhaus müssen umziehen. Die Mietverträge der sozialen Einrichtungen am Standort Senftenberger Straße (Prohlis) und Könneritzstraße (Altstadt) wurden von den Vermietern zum 31. August gekündigt. Die Gebäude sollen jeweils abgerissen werden.

Das Sächsische Umschulungs- und Fortbildungswerk (SUFW) als Träger von Sozialkaufhaus und Sozialem Möbeldienst plant am 1. September eine Neueröffnung der Einrichtungen am Standort Industriestraße 17 (Trachau). Dort betreibt das SUFW bereits sein Integrationszentrum.

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Im August sollen deshalb umfangreiche Umzüge stattfinden, für die im städtischen Haushalt bisher keine Gelder vorgesehen sind. Die Fraktionen von Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und SPD wollen jetzt dem SUFW eine Zuwendung von 29 000 Euro zweckgebunden für die Umzugskosten zukommen lassen. Das fordert die Stadtratsmehrheit in einem interfraktionellen Antrag, der am 12. Juni vom Sozialausschuss beschlossen werden soll.

Die Mittel für den Umzugszuschuss sollen aus dem sogenannten Sozialpaket kommen. Die rot-grün-rote Mehrheit hatte mit dem Haushalt 2017/2018 beschlossen, zwei Millionen Euro pro Jahr für nicht konkret benannte soziale Projekte zu reservieren.

Der Soziale Möbeldienst bereitet fast 20 000 Möbelstücke von privaten Spendern pro Jahr für den Weiterverkauf an bedürftige Dresdnerinnen und Dresdner auf. Die Einrichtung arbeitet eng mit Sozialamt, Umweltamt und Jobcenter zusammen. Im Sozialkaufhaus werden Spenden unterschiedlichster Art entgegengenommen und an Bedürftige abgegeben oder kostengünstig verkauft.

Das Sozialkaufhaus wird täglich von rund 150 Kunden besucht. In beiden Projekten arbeiten etwa 30 festangestellte Mitarbeiter sowie rund 150 Teilnehmer unterschiedlicher Beschäftigungsmaßnahmen.

Von Thomas Baumann-Hartwig