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Lokales Stadtrat stimmt im Juli über den neuen Fachplan für Integration und Asyl ab
Dresden Lokales Stadtrat stimmt im Juli über den neuen Fachplan für Integration und Asyl ab
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17:42 19.04.2019
Die neuen Leitlinien bestimmten der Stadt zufolge, dass Integration sofort unmittelbar nach der Ankunft Geflüchteter in Dresden erfolgen soll. Quelle: Nicolas Armer/dpa
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Dresden

Seit dieser Woche beraten die Gremien des Stadtrats über den neuen Fachplan Asyl und Integration 2022. Eine Entscheidung des Stadtrats ist noch vor der Sommerpause vorgesehen. Das Dokument enthält unter anderem neue Leitlinien für die künftige Integrationsarbeit mit einem Maßnahmenplan mit 66 Vorhaben. Das Papier soll das städtische Handeln für die Zeit bis 2022 bestimmen.

Die neuen Leitlinien bestimmten der Stadt zufolge, dass Integration sofort unmittelbar nach der Ankunft Geflüchteter in Dresden erfolgen soll – je nach dem individuellen Bedarf entweder zeitlich begrenzt oder auf Dauer. Zudem soll die Integration der Geflüchteten durch Beteiligung erfolgen und die Stadtgesellschaft durch ein Zusammenleben unterstützen.

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„Der neue Fachplan versteht sich als Wegweiser, insbesondere für die Geflüchteten in unserer Stadt. Ihnen eine verlässliche Perspektive zu geben, und sei es nur auf Zeit, das wollen wir mit dem Fachplan erreichen. Stärker als bislang werden Integrationswege aus Sicht der Betroffenen beschrieben und die unterschiedlichen Integrationschancen, die vom Aufenthaltsstatus abhängig sind, berücksichtigt“, erklärt Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke).

Das bisherige System der Flüchtlingssozialarbeit soll durch den neuen Fachplan weiterqualifiziert werden hin zu einem personen- und bedarfsgerechten System der Migrationssozialarbeit, das dem individuellen Bedarf mit Fachleistungsstunden begegnet und klare Ziele in einem Integrationsplan formuliert. Das zivilgesellschaftliche Engagement von Flüchtlingen soll dabei gezielt als Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt werden. Mentoren-Programme, die bisheriges Erfahrungswissen von Flüchtlingen an neu Ankommende weitergeben, sollen unterstützt werden.

Geplant sei, Modellprojekte zur weiteren interkulturellen Öffnung von Beratungsstellen zu initiieren. Darüber hinaus ist vorgesehen, Stadtteil- und Begegnungszentren zu schaffen.

Von DNN