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Lokales Das ist die Frau, die „Grün-Rot-Rot+“ in Dresden stürzte
Dresden Lokales Das ist die Frau, die „Grün-Rot-Rot+“ in Dresden stürzte
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17:11 19.11.2019
Manuela Graul Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Als Werner Schnuppe sie angerufen und „Wir haben gewonnen“ gerufen habe, da habe sie an einen Lottogewinn gedacht, gesteht Manuela Graul. Aber um Lotto ging es nicht bei dem Anruf im Mai, sondern um Politik. Die 55-Jährige hatte ein Stadtratsmandat gewonnen, teilte ihr der damalige Sprecher des Bündnisses Freie Bürger mit.

Sie habe nie damit gerechnet, erklärt die gelernte Krankenschwester, die 30 Jahre in diesem Beruf gearbeitet hat, ihn aus gesundheitlichen Gründen aber nicht mehr ausüben kann. „Ich stand ja in unserem Wahlkreis auf Listenplatz 2 und habe unsere Spitzenkandidatin Franziska Gramm unterstützt.“

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„Nazinotstand“ hat sie zum Nachdenken bewogen

Nun war sie auf einmal Stadträtin. Aus einer Laune heraus habe sie sich dazu entschieden, gemeinsam mit den anderen beiden fraktionslosen Stadträten Martin Schulte-Wissermann (Piraten) und Maximilan Aschenbach (Die Partei) auf eine Fraktion mit drei Mitgliedern hinzuwirken. „Am Anfang ist das auch gut gelaufen“, erklärt Graul.

Der auf Initiative von Aschenbach ausgerufene „Nazinotstand“ habe sie zum Nachdenken bewogen. „Da habe ich mir die Frage gestellt, was ich hier mache. Wenn ich gewusst hätte, was wir da entschieden haben, hätte ich mich nicht daran beteiligt.“ So könne es nicht weitergehen, habe sie sich gesagt.

Ordnung und Struktur in die Stadtratsarbeit bekommen

Eine Einschätzung, die der neue Vorstand der Freien Bürger mit ihr teilte. „Fehler darf jeder am Anfang machen“, nimmt der neue Bündnis-Sprecher Claus Lippmann Graul in Schutz. „Wir haben die Situation intensiv mit ihr diskutiert und gemeinsam den Entschluss getroffen.“

Manuela Graul hat sich der CDU-Fraktion angeschlossen. „Ich brauche einen Partner, der mich auffängt. Wir drei hatten doch niemanden, der uns zugearbeitet oder beraten hat. Es musste eine Lösung her.“ Die für sie im Anschluss an eine Fraktion mit Geschäftsstelle besteht. „Ich muss jetzt Ordnung und Struktur in meine Stadtratsarbeit reinbekommen“, so die Stadträtin.

Vielleicht, meint Bündnis-Vorstand Jan Kaboth, könne die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Volkssolidarität die CDU dabei unterstützen, soziale Themen mehr zum Vorschein kommen zu lassen. „Dann wäre beiden Seiten geholfen.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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