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Lokales Stadträte fordern 20 neue Zebrastreifen für Dresden
Dresden Lokales Stadträte fordern 20 neue Zebrastreifen für Dresden
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17:44 17.09.2018
Auf die die Marienstraße auf Höhe Liliengasse gehört ein Zebrastreifen, fordert Stadträtin Ulrike Caspary. 20 neue Querungen sollen bis Ende 2018 entstehen. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

20 neue Zebrastreifen bis Jahresende – das soll der Stadtrat nach Willen der rot-grün-roten Kooperation in dieser Woche beschließen. Damit hat die im Februar vorgestellte Initiative, mehr Fußgängerüberwege auf die Dresdner Straßen zu bringen, nach langer Runde durch sämtliche Ortschaften und Ortsbeiräte nun den Stadtrat erreicht. Zu den ursprünglich rund 40 Vorschlägen sind dabei zahlreiche neue Hinweise auf geeignete Orte hinzugekommen. „Das sind Mengen“, ächzt Grünen-Stadträtin Ulrike Caspary. Ein genauer Überblick fehle noch. Außerdem werde Rot-Grün-Rot vorschlagen, auch das reichliche Dutzend Hinweise von „Dresden zu Fuß“ aufzunehmen, die der Verein vor einem Jahr vorgestellt hat. Viel Auswahl für das Straßen- und Tiefbauamt, das für den Bau der Zebrastreifen verantwortlich ist.

Dennoch: Ist das zu schaffen? Schließlich müssen Schilder gestellt, für eine Beleuchtung gesorgt, eventuell Borde verrückt werden. „Das weiß ich nicht“, sagt Caspary. „Ich kann im Moment nicht sagen, welche Vorarbeiten im Amt schon erledigt worden sind.“ Viel wohl nicht. Dem Vernehmen nach will man im Straßen- und Tiefbauamt die Vorschläge, die man noch nicht kennt, prüfen – nach dem etwaigen Stadtratsbeschluss. „Ich habe Bedenken, dass die Verwaltung das in der Zeit und Menge so umsetzen kann“, zeigt sich CDU-Stadtrat Veit Böhm kritisch, der sich an der Debatte im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau zum Thema beteiligt hat. Lieber wäre es ihm gewesen, alle Vorschläge erst überprüfen zu lassen und auf dieser Grundlage dann ein Arbeitspensum zu erstellen. „Ich habe nichts gegen Zebrastreifen, finde alles gut, was Schutz und Vereinfachungen für schwächere Verkehrsteilnehmer bringt“, betont Böhm. Fußgängerampeln und Querungsinseln halte er jedoch meist für die bessere Wahl, weil er sich von ihnen mehr Sicherheit und Klarheit verspricht.

Grünen-Politikerin Caspary sieht das genau entgegengesetzt. „Ein Zebrastreifen bevorteilt Fußgänger, weil Autofahrer auf sie achten und ihre Fahrgeschwindigkeit drosseln müssen“, sagt sie. Was sie meint, macht sie bei einem Vorortbesuch an der Marienstraße deutlich. Dort gibt es zwar eine Querungsinsel, gerade alten Leuten und Kindern falle der Weg über die Straße dennoch schwer. „Weil niemand anhält, wenn sie am Straßenrand warten. Genau das ist bei einem Zebrastreifen anders“, betont Caspary. Gleichwohl gibt es viele Vorschriften, die für einen Fußgängerüberweg erfüllt sein müssen.

So ist an Tempo-50-Strecken 100 Meter freie Sicht für den Autofahrer erforderlich. Es gibt Mindest- und Maximalaufkommen von Fußgängern und Autos, die laut Vorschrift eingehalten werden müssen. Viele Orte seien deswegen für einen Zebrastreifen schlicht nicht geeignet, hatte Reinhard Koettnitz, der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes in der Vergangenheit argumentiert.

RGR sieht in dieser Bewertung eine Blockadehaltung der Behörde. Nur deshalb gebe es auch so wenig Zebrastreifen in der Stadt. Wieviele genau es sind, weiß man nicht. Man führe keine Statistik zu Fußgängerüberwegen, hieß es auf Anfrage schmallippig aus dem Rathaus. Ein Beispiel für das Nischendasein der Zebrastreifen in Dresden. Der Antrag der Kooperation soll das schlagartig ändern. Begleitet werden soll er von eine Imagekampagne, die die gestreiften Überwege den Dresdnern näher bringen sollen. „Damit dann auch jeder weiß, wie er sich an einem Fußgängerüberweg zu verhalten hat“, wie Stadträtin Caspary sagt.

Von Uwe Hofmann

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