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Lokales Stadt will bis 2026 im WTC bleiben
Dresden Lokales Stadt will bis 2026 im WTC bleiben
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09:23 05.12.2018
Das Dresdner World Trade Center. Hier arbeiten auch Mitarbeiter der Stadt. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Die Stadtverwaltung schlägt dem Stadtrat vor, den Mietvertrag für die Büros im World Trade Center (WTC) bis zum 30. September 2026 zu verlängern. Die Verwaltung hat in dem Gebäudekomplex 435 Mitarbeiter auf rund 12.500 Quadratmetern Mietfläche untergebracht. Das Stadtplanungsamt, das Amt für Geodaten und Kataster, das Bauaufsichtsamt, das Amt für Wirtschaftsförderung und der Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften haben hier ihr Domizil gefunden. Der Mietvertrag stammt aus dem Jahr 2010, als über Nacht fast 1000 Mitarbeiter quasi auf der Straße standen.

Das damalige Technische Rathaus auf der Hamburger Straße musste geräumt werden, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, in dem ehemaligen „Erika“-Schreibmaschinenwerk seien Böden, aber auch Wände und Decken mit Giftstoffen verseucht. Das geflügelte Wort vom „Giftrathaus“ machte die Runde. Heute nutzt der Freistaat Sachsen das Gebäude als Ankerzentrum und Unterkunft für Asylbewerber.

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Die Mitarbeiter des Technischen Rathauses zogen ins Lingnerareal an der St. Petersburger Straße und ins WTC. Der WTC-Mietvertrag läuft zum 30. September 2021 aus, wenn die Stadt eine Verlängerungsoption für fünf Jahre nicht bis Ende März 2019 zieht. Diese Option soll der Stadtrat nun beschließen, da das neue Verwaltungszentrum auf dem Ferdinandplatz nach dem gegenwärtigen Bauablaufplan bis Ende des zweiten Quartals 2025 fertiggestellt wird. Falls es zu Verzögerungen kommt – das Vorhaben ist politisch nicht unumstritten – sei die Vertragsverlängerung hilfreich. Zudem habe die Verwaltung dann auch ausreichend Zeit, die Räume im WTC zu renovieren.

Alternative Mietobjekte für die im WTC untergebrachten Ämter seien wegen der angespannten Situation auf dem Büromarkt in Dresden nicht zu finden, so die Verwaltung. Auch sei der Umzugsaufwand angesichts der relativ kurzen Zeit bis zur Fertigstellung des neuen Verwaltungszentrums zu hoch. Die Stadt zahlt eine monatliche Grundmiete von rund 97 500 Euro und monatliche Betriebskosten von knapp 40 000 Euro. Der Mietpreis sei marktüblich.

Die Gremien des Stadtrats beraten jetzt über die Verlängerung des Mietvertrags. Eine Beschluss ist auf der Sitzung am 21. März 2019 vorgesehen.

Von Thomas Baumann-Hartwig