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Lokales Linke wollen Robotron-Kantine als Begegnungsort in der Lingnerstadt erhalten
Dresden Lokales Linke wollen Robotron-Kantine als Begegnungsort in der Lingnerstadt erhalten
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13:07 12.11.2018
Die Robotron-Kantine gammelt vor sich hin. Das wollen die Linken ändern. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) soll unverzüglich Verhandlungen über den Kauf der Robotron-Kantine in der Lingnerstadt aufnehmen. Das fordert die Stadtratsfraktion Die Linke in einem aktuellen Antrag. Der Stadtrat soll sich zum Erhalt des Gebäudes, seine Überführung in städtisches Eigentum und eine zukünftige städtische Nutzung bekennen.

Hilbert soll einen Runden Tisch für die konzeptionelle Entwicklung der Robotron-Kantine als innerstädtischer Kultur-, Wissenschafts- und Begegnungsort einberufen. Vertreter der Stadtverwaltung, des Stadtrates, der Kreativwirtschaft, Kulturschaffende und des Kunsthauses Dresden sowie des Projektes Open Future Lab sollten über Nutzungskonzepte debattieren. Die Robotron-Kantine als zentral gelegenes Gebäude sollte als innerstädtischer Kultur-, Wissenschafts- und Begegnungsort konzipiert werden, so die Linken.

Galerie oder Wissenschaftszentrum?

„Die ehemalige Robotron-Kantine in der Lingnerstadt ist ein architektonisches Dokument der Ostmoderne. Die in den vergangenen Monaten zu dem Bauwerk geführten Diskussionen haben nochmals verdeutlicht, dass dem Gebäude ein kultureller Wert zukommt und es erhaltenswert ist. Deshalb wollen wir es vor dem Abriss bewahren“, erklärte Fraktionsvorsitzender André Schollbach den Antrag. Am Runden Tisch könnte das beste Konzept für die Nutzung des Gebäudes gefunden werden, ergänzte Kulturpolitikerin Anja Apel. Die Bewerbung Dresdens um den Titel Kulturhauptstadt 2025 spreche für dieses Vorgehen.

Ursprünglich sollte die Robotron-Kantine im Zuge des neuen Wohngebietes Lingnerstadt abgerissen werden. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) plante bereits eine Erweiterung des Blüherparkes an der Stelle. Die Abrissgenehmigung lag vor, doch Ende Januar 2017 legte der Bauausschuss sein Veto ein. Die Stadt solle Nutzungsvarianten für das Gebäude prüfen und einen Erhalt ins Auge fassen, beschloss der Ausschuss.

Der Oberbürgermeister will in der Robotron-Kantine das Städtische Kunsthaus – Galerie der Gegenwartskunst unterbringen. Im Haushaltsentwurf der Verwaltung sind dafür 180 000 Euro Planungsbudget für 2019 vorgesehen und in der mittelfristigen Finanzplanung für 2020 bis 2023 insgesamt 8,42 Millionen Euro. Die Pläne sind nicht unumstritten, es gibt auch Überlegungen für einen Neubau des Kunsthauses am Königsufer. Auch für die Nutzung der Robotron-Kantine gibt es andere Konzepte wie ein Wissenschaftszentrum.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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